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Ausland

Gericht in Frankreich entzieht Unkrautvernichter von Bayer die Zulassung

Dienstag, 15. Januar 2019

/dpa

Lyon – Ein Gericht in Frankreich hat dem Unkrautvernichter Roundup Pro 360 von Bayer die Zulassung entzogen. Die zuständige Pariser Behörde habe nicht berück­sichtigt, dass das Herbizid mit dem Bestandteil Glyphosat eine womöglich krebserregende Wirkung auf den Menschen habe, erklärte das Verwaltungsgericht in Lyon heute. Die Kläger sprachen von einer „sehr wichtigen Entscheidung“, die grundsätzlich alle Roundup-Produkte in Frankreich betreffe.

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Das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup gehört zu Bayer, seitdem der Leverkusener Konzern im vergangenen Jahr den US-Hersteller Monsanto übernommen hatte. Seitdem steht Bayer gewaltig unter Druck. In den USA wurde Monsanto im August zur Zahlung von Schadenersatz an einen früheren Hausmeister verurteilt, der Produkte wie Roundup für seine Krebserkrankung verantwortlich macht. Dort sind mehr als 9.000 weitere Klagen anhängig.

In Frankreich geht der unabhängiger Expertenrat CRIIGEN gegen Glyphosat vor, dem die frühere Umweltministerin Corinne Lepage vorsteht. Der Rat hatte die Zulassungs-Entscheidung für Roundup Pro 360 vor dem Gericht in Lyon angefochten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Glyphosat bis spätestens 2021 aus dem Verkehr ziehen. Mit dem Vorstoß für ein Verbot scheiterte er aber im Parlament. Die EU verlängerte die Zulassung für Glyphosat Ende 2017 gegen französischen Widerstand. © afp/aerzteblatt.de

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