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Diskussion um Kosten für Multimediaangebot der Uniklinik Greifswald

Mittwoch, 16. Januar 2019

/hutpaza, stockadobecom

Greifswald/Schwerin – Ein Tagessatz von 3,70 Euro für Fernsehen, Internet und Telefon im Universitätsklinikum Greifswald empört die Fraktion Freie Wähler/BMV im Schweriner Landtag. „Abzocke am Krankenbett“ nannte die Abgeordnete Christel Weißig die künftige Tagespauschale in Patientenzimmern. Das Multimediaangebot sei überteuert, sagte die Politikerin gestern. Wer sich die Gebühren nicht leisten könne, müsse dann wohl aus dem Fenster schauen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Die Universitätsmedizin Greifswald verteidigte das neue Modell. „Die TV-Geräte am Klinikum waren bis zu 20 Jahre alt, das hauseigene WLAN konnte den Bedarf durch Patienten bisher nicht in voller Leistungsstärke decken“, erklärte die Kaufmännische Klinikvorständin Marie le Claire. Hinzu kämen zunehmende Reparaturen.

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Der Vorstand habe sich daher entschlossen, das System komplett zu modernisieren. Dazu gehöre, dass in den nächsten Wochen eine neue, leistungsstarke Internetanbindung zum Krankenhaus gelegt werde. „Somit stehen dem Patienten in Kürze zeitgemäße Kommunikations- und Unterhaltungs­medien mit hervorragender Qualität zur Verfügung.“ In einer Übergangszeit gälten in Zimmern mit alter Technik geringere Tagespauschalen.

Nach einem Bericht der Ostsee-Zeitung nehmen andere Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern keine oder geringere Gebühren für Leistungen wie Fernsehen und WLAN. Im Rostocker Südstadtklinikum werden demnach 2,50 Euro pro Tag fällig, in den Helios-Kliniken in Schwerin und Leezen seien TV und WLAN kostenfrei.

Im Stralsunder Hanseklinikum, das ebenfalls zu Helios gehört, ist dem Beitrag zufolge ein Euro am Tag fällig. An der Rostocker Universitätsklinik koste die Grundversorgung mit Fernsehen, Radio und WLAN nichts. © dpa/aerzteblatt.de

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