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Trennung der Eltern stresst Kinder erheblich

Mittwoch, 16. Januar 2019

/gstockstudio, stockadobecom

Schwerin – Scheidungskinder leiden nach Datenerhebungen der Kaufmännischen Krankenkasse KKH häufiger unter Stresssymptomen als ihre Altersgefährten in intakten Familien. So klagten 26 Prozent der befragten sechs- bis 18-jährigen Kinder getrennt lebender Eltern häufiger über Müdigkeit und Erschöpfung. Das waren gut die Hälfte mehr als bei Kindern, die mit beiden Eltern zusammenlebten (17 Prozent), wie die Krankenkasse gestern in Schwerin mitteilte.

Ähnlich war es bei Kopf- und Bauschmerzen, über die jeweils 21 Prozent der Trennungskinder klagten, aber nur zwölf sowie 13 Prozent der Kinder in vollständigen Familien. Bei Appetitlosigkeit lag die Quote nach Trennung der Eltern mit zehn Prozent sogar doppelt so hoch. Auch Rückenschmerzen und Schlafstörungen kamen spürbar häufiger vor.

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Die Umfrage offenbarte zudem, dass Kinder sehr häufig mit Rückzug auf die Trennung der Eltern reagierten. 19 Prozent der Betroffenen gaben an, ihre Kontakte etwa zu Mitschülern einzuschränken, 14 Prozent sagten, sie seien häufig traurig. In der Vergleichsgruppe der Kinder aus intakten Familien lagen die Quoten mit elf und acht Prozent nur etwa halb so hoch. Kaum Unterschiede zeigten sich hingegen bei den Angaben zum leicht aufbrausenden und auch aggressiven Verhalten: Die Quoten lagen mit 22 und 21 Prozent dicht zusammen.

Die KKH hatte die Umfrage für den Report „Endstation Depression - Wenn Schülern alles zu viel wird“ veranlasst. „Trennungen belasten Kinder. Das kann auch zu körperlichen Symptomen wie Übelkeit und Schlaflosigkeit führen“, erklärte KKH-Psychologin Franziska Klemm. Konkurrenz- und Leistungsdruck in der Schule setze Trennungskindern dann auch deutlich mehr zu als anderen Kindern und Jugendlichen.

„Eltern sollten nicht darauf hoffen, dass ihre Kinder eine Trennung einfach hinnehmen“, betonte Klemm. Trauer, Angst, Wut und Schuldgefühle seien normale Reaktionen. Wichtig sei, ein offenes Ohr dafür zu haben und gegebenenfalls ärztliche Hilfe zu suchen. © dpa/aerzteblatt.de

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urgestein
am Mittwoch, 16. Januar 2019, 19:41

Tendenziöse Berichtwrstattung

Da immer mehr Daten verfügbar sind, werden immer mehr Daten desktiptiv-statistisch verknüpft um "Zusammenhänge" aufzuzeigen. Jeder lernt spätestens im Medizinstudium, dass der statistisch hoch signifikante Zusammenhang zwischen Rückgang der Stoerche in Deutschland und der Geburten nicht ursächlich ist, aber das Ärzteblatt zitiert ständig solche überwiegend unsinnigen Assoziationsstudien.
In dem konkreten Fall: Der Kommentar suggeriert, dass Eltern sich besser nicht trennen sollten, um die psychische Gesundheit ihrer Kinder nicht zu gefährden.
In Wirklichkeit ist es doch so, und dazu brauchen wir keine "Studien", dass diese Eltern entweder keine gemeinsamen Kinder in die Welt haetten setzen sollen, oder sich viel frueher haetten trennen sollen.
Dieser konservative Rollback nervt!
LNS

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