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Digitalisierung erfordert Investition in digitale Aus- und Weiterbildung

Mittwoch, 16. Januar 2019

/Gorodenkoff, stockadobecom

Hannover – Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft stellt die Branche vor große Herausforderungen, vor allem im Bereich der Daten- und der IT-Sicherheit. Um innovationsfähig zu bleiben, müssen Krankenhäuser umdenken und ein neues Führungsverständnis entwickeln, meinen die Experten der Personalberatung Rochus Mummert.

Das E-Health-Gesetz schafft aus ihrer Sicht die rechtliche Grundlage für eine geregelte und sichere Einführung digitaler Technologien in der Gesundheitswirtschaft. Zu den Trends, die die digitale Transformation des Gesundheitswesens dabei verstärkt beeinflussen, zählen sie die Robotertechnologie und Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI).

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Nach einer Studie des Beratungsunternehmens werden Roboter vorrangig in der Materialwirtschaft und Logistik (87 Prozent der Nennungen) sowie bei Operationen (75 Prozent) eingesetzt werden. Lernende Systeme, die Muster in großen Datenmengen erkennen, sind bereits in der Medizin im Einsatz, etwa bei der Röntgendiagnostik und der Prognose von Krankheitsverläufen. Vor diesem Hintergrund müssten sich Kliniken fragen, was diese Entwicklung für ihre Organisations- und Personalstrategie bedeute und welche Strukturen und Fähigkeiten sie benötigten, um innovationsfähig zu bleiben.

Darüber hinaus müssten sich Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Zuge der Digitalisierung stärker mit datenschutzrechtlichen Fragen beschäftigen. Um die strengen rechtlichen Anforderungen erfüllen zu können, sollten sie Datenschutz­konzepte erstellen und ihre Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren und schulen, meinen die Experten.

Gleichzeitig steigt ihnen zufolge die Gefahr von Cyberattacken und weiteren Bedrohungen der IT-Sicherheit. Nach einer Studie der Unternehmensberatung sind 43 Prozent der Krankenhäuser und Pflegeinstitutionen in Deutschland bereits einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Fast jede zweite Einrichtung hält den bestehenden Schutz für unzureichend. IT-Sicherheitsprüfungen, Investitionen in Schutzmaßnahmen und eine gezielte Weiterbildung des Führungspersonals und der Mitarbeiter seien daher unerlässlich.

Auch im Recruiting können Gesundheitseinrichtungen von neuen Technologien profitieren und freie Stellen schneller besetzen. Gefordert ist aus Sicht der Personalberatung zudem ein Umdenken beim Führungspersonal: In Zukunft werde es darum gehen, die Mitarbeiter für den digitalen Changeprozess zu begeistern und alle Mitarbeiter aktiv einzubinden.

Klinikangestellte müssten auf die Herausforderungen des digitalen Wandels vorbereitet und entsprechend weitergebildet werden. Grundlegende Kenntnisse in IT und Digitalisierung würden vor diesem Hintergrund immer wichtiger und sollten einen festen Bestandteil der medizinischen, pflegerischen und kaufmännischen Ausbildung darstellen, wie die Studie von Rochus Mummert aufzeigt.

Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen müssen aus Sicht von Rochus Mummert somit nicht nur in die technische Infrastruktur, sondern auch in die digitale Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Das wirke sich auf das Recruiting und die eigene Arbeitgeberattraktivität aus. „Nur Einrichtungen, die sich als innovative, für digitale Neuerungen offene Arbeitgeber positionieren, werden künftig in der Lage sein, die besten Fachkräfte zu gewinnen und zu halten“, prognostiziert die Personalberatung. © KBr/aerzteblatt.de

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