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Ausland

Treibstoffknappheit gefährdet Hunderte Patienten in Gaza

Mittwoch, 16. Januar 2019

Gaza: Ein Patient unterzieht sich im Al-Shifa-Krankenhaus einer Nierendialyse. /dpa

Gaza – Wegen einer Treibstoffknappheit im Gazastreifen ist nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums das Leben von Hunderten Patienten in Gefahr. Im Beit-Hanun-Krankenhaus im Norden des Küstengebietes würden bereits keine Operationen mehr vorgenommen, teilten Vertreter des Ministeriums heute mit. Die Krankenhäuser überbrückten mit Generatoren die Stunden ohne Energie aus dem Stromnetz.

Ein Ministeriumssprecher hatte bereits gestern betont, die Versorgung von allein 800 Dialysepatienten sei gefährdet sowie 120 Frühchen, die von einer durchgehenden Stromversorgung der Brutkästen abhingen. Das Gleiche gelte für rund 100 Patienten auf den Intensivstationen. Ohne zusätzlichen Treibstoff würden die Generatoren in wenigen Tagen aufhören zu arbeiten.

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Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom. Die Stromversorgung der Bevölkerung hat sich seit Oktober allerdings etwas verbessert. Seitdem liefert Katar Treibstoff für das einzige Kraftwerk in dem Küstengebiet. Die öffentlichen Krankenhäuser erhalten den Treibstoff für ihre Generatoren jedoch von der Welt­gesund­heits­organi­sation.

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von der Europäischen Union, Israel und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. © dpa/aerzteblatt.de

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