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Opferambulanzen in Mecklen­burg-Vorpommern brauchen mehr Geld

Donnerstag, 17. Januar 2019

Dokumentation eines Verletzungsfalles in der Opferambulanz Rostock /dpa

Schwerin – Die beiden Opferambulanzen zur Dokumentation von Gewaltverletzungen  in Greifswald und Rostock werden immer stärker genutzt. 2017 wurden die Rechtsmediziner in 353 Fällen hinzugezogen. Seit Jahren steigt die Zahl: 2014 waren es erst 202 Fälle, wie das Sozialministerium in Mecklenburg-Vorpommern gestern mitteilte.

Wegen der gestiegenen Inanspruchnahme stoßen die Opferambulanzen an ihre Grenzen, wie im Sozialausschuss des Landtags deutlich wurde. Dort informierte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) über die Situation. Das Land habe bereits seine Unterstützung im Haushalt 2018/19 um ein Drittel auf 80.000 Euro erhöht, sagte sie.

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Das reicht offensichtlich nicht aus. Nach Angaben der Linken müssen Mitarbeiter zum Beispiel die Fahrtkosten selbst tragen, um Betroffene im ländlichen Raum zu erreichen. „Hier muss in Vorbereitung des Doppelhaushalts 2020/2021 deutlich nachgesteuert werden“, sagte deren familienpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt.

Drese appellierte an die Institutionen, die auf die rechtsmedizinischen Institute zurückgreifen, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Oft kämen die Opfer auf Vermittlung von Jugendämtern, Polizei oder Kliniken, um ihre Verletzungen gerichtsfest dokumentieren zu lassen, sagte sie. Mit einigen Jugendämtern funktioniere die finanzielle Beteiligung bereits sehr gut. Für die Opfer ist die Befunddokumentation kostenfrei. © dpa/aerzteblatt.de

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