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Viele schwangere Ausländerinnen nutzen katholische Beratungsstellen

Freitag, 18. Januar 2019

/RFBSIP, stockadobecom

Freiburg – Migrantinnen und geflüchtete Frauen bilden die größte Gruppe, die sich an die katholischen Schwangerenberatungsstellen in Deutschland wenden. Insgesamt kamen laut der jüngsten Jahresübersicht 2017 rund 116.500 Frauen in eine der bundesweit etwa 500 Beratungsstellen von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).

Mehr als die Hälfte davon waren Ausländerinnen. 46 Prozent hatten nur eine befristete Aufenthaltserlaubnis. 38 Prozent der Frauen waren Musliminnen, wie aus dem jetzt in Freiburg veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht. Hinzu kamen etwa 2.700 Schwan­gere oder junge Mütter, die sich an entsprechende Online-Beratungsangebote wandten.

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Laut der Fachreferentin Sabine Fähndrich stehen die Beraterinnen bei der Begleitung von Flüchtlingsfrauen vor großen Herausforderungen. So sei häufig die Verständigung ein Problem. Auch bei der alltagspraktischen Begleitungen von geflüchteten Schwangeren kämen die Beratungsstellen an ihre Grenzen.

Als neues Thema sei inzwischen die weibliche Genitalverstümmelung in den Beratungsgesprächen angekommen, so die Fachreferentin. Betroffen seien hier vor allem Frauen aus West- und Ostafrika sowie aus dem Jemen und aus Irak. Häufig fehle es deutschen Beratern an Wissen, wie sie mit den physischen und psychischen Folgen dieses Eingriffs umgehen können. Die Caritas kündigte an, 2019 eine entsprechende Fachtagung zu organisieren.

Dem Report zufolge gibt es darüber hinaus auch einen „mittlerweile flächendeckenden Mangel an Hebammen“. Somit sei häufig eine Betreuung von Müttern und Kindern unmittelbar nach der Geburt nicht ausreichend gesichert. Erstmals hätten zudem einige katholische Beratungsstellen berichtet, dass Familien keinen Kinderarzt mehr finden, hieß es. © kna/aerzteblatt.de

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