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Forscher koordinieren Projekt zur Herzregeneration nach Infarkt

Montag, 21. Januar 2019

/Axel Kock, stock.adobe.com

Hannover – Die Herzen von Neugeborenen sind deutlich regenerationsfähiger als die eines Erwachsenen – zum Beispiel können sie sich von einem Herzinfarkt vollständig wieder erholen. Wissenschaftler des neuen europäischen Forschungsprojekts „Innovation“ untersuchen jetzt, warum die Herzen der Kinder so regenerationsfähig sind und was sie von jenen älterer Menschen unterscheidet.

In der Gruppe arbeiten Forschern aus fünf europäischen Ländern zusammen. Nach­wuchs­wissen­schaftler Christian Bär vom Institut für Molekulare und Translationale Therapiestrategien der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordiniert das Vorhaben.

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Die Europäische Union fördert es im Rahmen des Programms „European Research Area Network on Cardiovascular Diseases“ mit rund 1,1 Millionen Euro. Ziel ist, neue Therapieansätze für Patienten zu entwickeln, die nach einem Infarkt eine Herzinsuffizienz entwickeln.

Im Fokus der Arbeit stehen laut der Forschungsgruppe lange nichtcodierende RNAs (lncRNA), welche zu Tausenden in Herzzellen vorkommen. „LncRNAs sind noch realtiv unerforscht, scheinen jedoch in sämtlichen zellulären Signalwegen essenzielle Funktionen zu haben“, sagte der Leiter des Instituts, Thomas Thum.

„Wir schauen, welche dieser Ribonukleinsäuren im Laufe des älter werdenden Herzens an- oder ausgeschaltet werden. Das nächste Ziel ist dann, ein Tiermodell zu entwickeln, mit dem wir das Ergebnis des therapeutischen An- oder Ausschaltens dieser RNAs überprüfen können“, ergänzte Bär. Möglicherweise ließe sich auch die Regenerationsfähigkeit des erwachsenen Herzens wiederherstellen, „wenn die richtigen Schalter betätig werden“, so die Forscher. © hil/aerzteblatt.de

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