NewsAuslandWHO mahnt bessere Gesundheits­versorgung für Migranten in Europa an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

WHO mahnt bessere Gesundheits­versorgung für Migranten in Europa an

Montag, 21. Januar 2019

/dpa

Kopenhagen – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat für Flüchtlinge in Europa eine bessere Gesundheitsversorgung angemahnt. Vor allem die Unterschiede beim Zugang zur Grundversorgung müssten abgebaut werden, sagte Santino Severino, der für die WHO in Europa für das Programm „Migration und Gesundheit“ zuständig ist, heute. Einem WHO-Bericht zufolge hängt die Gesundheitsversorgung von Migranten und Flüchtlingen von ihrem Aufnahmeland und ihrem Status ab.

In der Region Europa, zu der in der WHO-Auswertung 53 Länder zählen, machen Migranten und Flüchtlinge durchschnittlich knapp zehn Prozent der Bevölkerung aus. Auf 920 Millionen Einwohner kommen demnach 90,7 Millionen Flüchtlinge. Allerdings ist die Verteilung ungleich: Während der Anteil von Migranten in Malta bei 45 Prozent liegt, waren es in Albanien lediglich zwei Prozent.

Anzeige

Dem WHO-Bericht zufolge haben Asylsuchende in 15 Ländern denselben Zugang zur Gesundheitsversorgung wie die einheimische Bevölkerung, beispielsweise in Österreich, der Türkei und Großbritannien. In Deutschland und in Ungarn hätten sie dagegen nur Anspruch auf Notversorgung.

Laut WHO neigen Migranten aufgrund ihrer Lebensweise, die oftmals von fehlender Bewegung, schlechter Ernährung und Armut gekennzeichnet ist, häufiger zu chronischen Erkrankungen. Sie haben demnach ein niedrigeres Krebsrisiko als die einheimische Bevölkerung. Gebärmutterhalskrebs werde häufig aber erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Dem Bericht zufolge neigen die Kinder häufiger zu Übergewicht und psychischen Erkrankungen als die Bevölkerung in ihrem Aufnahmeland. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Mai 2020
Mainz – Flüchtlingsunterkünfte und Asylbewerberheime könnten wegen der hohen Personendichte zu Brennpunkten für Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland werden. Das berichtete der SWR heute in Mainz
Studie zeigt hohes Infektionsrisiko in Flüchtlingsunterkünften
18. Mai 2020
St. Augustin – In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn haben sich nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die restlichen rund 170 Bewohner hätten sich nicht
130 Infizierte im Flüchtlingsheim in St. Augustin
11. Mai 2020
Berlin – Angesichts der Coronapandemie haben die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) und verschiedene Hilfsorganisationen ihre Forderung nach Abschaffung der verpflichtenden
Ruf nach Unterbringung von Flüchtlingen in kleineren Wohneinheiten
6. Mai 2020
Rom – Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat das Festsetzen des Schiffs „Alan Kurdi“ durch die italienischen Behörden kritisiert. Ein Sprecher bezweifelte, ob die Überprüfung des Schiffs durch die
Sea-Eye kritisiert Festsetzung der „Alan Kurdi“
5. Mai 2020
Leipzig – Während der aktuellen Coronakrise ist die Situation in Asylunterkünften und Betreuungseinrichtungen besonders schwierig. Das legen Telefoninterviews von Wissenschaftlern des
Lockdown stellt auch Geflüchtete vor Probleme
28. April 2020
Genf − Mehr als 33 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr aufgrund von Konflikten oder Naturkatastrophen innerhalb der Grenzen ihres eigenen Landes vertrieben worden. Dadurch erhöhte sich
Hilfsorganisationen zählen weltweit mehr Binnenflüchtlinge als je zuvor
28. April 2020
Dresden − Der Dresdner Verein „Mission Lifeline“ hat für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Camps auf griechischen Inseln binnen weniger Tage knapp 55.000 Euro an Spenden gesammelt. Mit dieser
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER