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Politik

IQWiG greift vier neue Bürgervorschläge für HTA-Gutachten auf

Donnerstag, 24. Januar 2019

Ob M-Health-Lösungen das Selbstmanagement bei Multipler Sklerose verbessern, soll ein neuer HTA-Bericht klären. /imagecore, stockadobecom

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Rahmen des Themencheck Medizin aus Bürgervorschlägen vier neue Themen ausgewählt, zu denen Wissenschaftler nun ein Health Technology Assessment (HTA) erstellen.

„Unser Ziel ist es immer, aus den eingereichten Vorschlägen diejenigen auszuwählen, die für die Patientenversorgung in Deutschland besonders relevant sind“, erläuterte Sarah Thys, die im IQWiG-Bereich Versorgung den Themencheck Medizin betreut.

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Die neuen Themen sind:

  • Leichte Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Führen verhaltens- und psychotherapeutische Verfahren im Vergleich zu anderen Verfahren zu besseren Ergebnissen?
  • Multiple Sklerose: Verbessern M-Health-Lösungen, zum Beispiel Medizin-Apps, das Selbstmanagement der Betroffenen?
  • Elephantiasis: Lassen sich durch nichtmedikamentöse Verfahren die Symptome lindern?
  • Schmerzen bei Endometriose: Helfen anstelle von Schmerzmedikamenten auch andere Verfahren?

Im nächsten Schritt sucht das IQWiG jetzt über öffentliche Vergabeverfahren Teams von externen Wissenschaftlern, die zunächst Basisberichte zu den ausgewählten Themen erstellen. Dabei folgen sie den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin und berücksichtigen auch ökonomische, soziale, ethische, organisatorische sowie rechtliche Aspekte.

Der vollständige HTA-Bericht umfasst den Basisbericht und einen Herausgeber­kommentar des IQWiG. Außerdem erscheint eine leicht verständliche Kurzfassung. Die HTA-Berichte zu den vier neuen Themen sollen ab Mitte 2020 vorliegen.

Den ersten vorläufigen Basisbericht beim 2016 gestarteten ThemenCheck Medizin – Musiktherapie bei Krebs – hat das IQWiG Anfang 2019 veröffentlicht.  Das nächste Verfahren zur Themenauswahl startet im Sommer 2019. © hil/aerzteblatt.de

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