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Politik

Rheinland-Pfalz will mehr Migranten für soziale Berufe gewinnen

Donnerstag, 24. Januar 2019

/dpa

Mainz – Das Vorhaben, nach Deutschland geflüchtete Menschen in Sozial- und Gesundheitsberufe zu vermitteln, ist offenbar vielversprechend. Das legt eine erste Auswertung eines Pilotprojektes in Rheinland-Pfalz nahe. 

In dem Bundesland hat sich die „LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz“, dieses Themas besonders angenommen. Ihr gehören die großen Sozialverbände an, unter anderem die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt und andere.

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„Den bestehenden und zukünftig weiter wachsenden Fachkräftebedarf, vor allem in pflegerischen und erzieherischen Berufen, begreift die Initiative dabei als Chance zur Integration von geflüchteten Menschen“, informiert die LIGA auf ihrer Webseite.

Seit dem Start der Initiative im März 2017 haben an drei Pilotstandorten in Bad Kreuznach, Kaiserslautern und in der Region Koblenz/Mayen/Neuwied bisher 124 zugewanderte Menschen an Orientierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Berufe der Sozial- und Gesundheitswirtschaft teilgenommen.

Knapp ein Drittel der Teilnehmer wurden im Anschluss in ein sozialversicherungs­pflichtiges Arbeitsverhältnis oder in eine Ausbildung übernommen. Rund ein Drittel entschieden sich im Anschluss für weiterführende Sprachkurse, ein Studium oder eine anderweitige Qualifizierung im Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswirtschaft.

Rheinland-Pfalz Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) betonte, dass die Zuwanderung in Deutschland ein großes Potential gegen den Fachkräftemangel in den Sozial- und Gesundheitsberufen berge.

Wichtig sei, die Arbeitgeber in der Sozialwirtschaft für das Potenzial unter den Geflüchteten zu sensibilisieren und zum anderen den Geflüchteten die zahlreichen Berufe der Branche näher zu bringen, erläuterte die Ministerin im Rahmen eines Fachtages „Soziales integriert – Chance solidarische Sozialwirtschaft“ Mitte Januar in Mainz.

„Die Initiative hat geflüchteten Frauen und Männern einen Einblick in die Vielfalt der Sozial- und Gesundheitsberufe eröffnet. Und das mit Erfolg. Dieses Beschäftigungsfeld bietet geflüchteten Menschen eine Chance, auf dem rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, lobte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, die Initiative. 

Auch der LIGA-Vorsitzende Andreas Zels zog nach der Vorstellung der Ergebnisse der Initiative eine erste positive Bilanz und betonte: „Mit diesen Quoten können die LIGA-Initiative und die Aktivitäten in den Pilotregionen mit Fug und Recht als Erfolgsmodell bewertet werden.“ © hil/dpa/aerzteblatt.de

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