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Durchsuchungen wegen Fälschungsverdacht bei Krebsmedikamenten

Freitag, 25. Januar 2019

/dpa

Potsdam – Mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion sind Ermittler gegen gefälschte Arzneimittel vorgegangen. Beamte des Landeskriminalamts Brandenburg durchsuchten in Baden-Württemberg, Ungarn und der Schweiz sieben Wohnungen und Firmensitze unter anderem von Pharmaunternehmen und Apotheken, wie das Polizeipräsidium in Potsdam heute mitteilte.

Im Fokus der Ermittlungen steht der 43-jährige Geschäftsführer eines Pharma­großhändlers in Baden-Württemberg. Er soll seit Frühjahr 2018 gefälschte Krebsmedikamente vertrieben haben.

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Gefälscht wurden demnach die Verpackung der Arzneimittel sowie die Beipackzettel und Blister. Hinsichtlich der Arzneimittelwirkstoffe gebe es zum Originalpräparat keine signifikanten Unterschiede, sodass unklar sei, ob diese auch gefälscht seien. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für Patienten wurde den Angaben zufolge bisher nicht festgestellt.

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Unterlagen und elektronische Daten gesichert. Der Geschäftsführer eines ungarischen Pharmaunternehmens gilt ebenfalls als Beschuldigter und wurde von den dortigen Behörden vernommen. Die Ermittlungen zu den Vertriebswegen und Manipulationen dauern an.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und gewerbsmäßigen Betrugs. Mögliche Manipulationen der Krebsmedikamente fielen demnach zuerst einem Brandenburger Pharmagroßhändler auf, der das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit als zuständige Aufsichtsbehörde informierte. Diese stoppte daraufhin den Vertrieb der betreffenden Charge in Deutschland und Europa. © afp/aerzteblatt.de

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