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Zahl der Soldaten mit Kriegstraumata bleibt hoch

Montag, 28. Januar 2019

/dpa

Osnabrück – Die Zahl der Soldaten mit Kriegstraumata bleibt einem Zeitungsbericht zufolge auf hohem Niveau. 2018 wurde bei 182 Soldaten eine einsatzbedingte Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) neu diagnostiziert. Das sind zwölf mehr als im Jahr 2017, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf den Sanitätsdienst der Bundeswehr berichtet.

Andere einsatzbedingte Störungen wie Depressionen gingen demnach weiter leicht zurück. Insgesamt sei im vergangenen Jahr bei 279 Soldaten eine einsatzbedingte psychiatrische Erkrankung diagnostiziert worden. Das seien etwa so viele Neuerkrankungen wie 2017 mit 274 Fällen gewesen.

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Die tatsächlichen Erkrankungen dürften allerdings höher liegen, denn gezählt werden nur die Fälle, die in Bundeswehreinrichtungen behandelt werden, wie es hieß. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Zeitung: „Häufig nehmen Betroffene oder deren Umfeld erst Jahre nach dem auslösenden Ereignis eine unserer vielen Hilfsmöglichkeiten wahr.“

Das Ministerium bemühe sich, entlassene Soldaten und deren Angehörige über die Hilfsangebote auch lange nach dem Verlassen der Bundeswehr aufzuklären.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, geht davon aus, dass „viele Soldaten sich auch erst später melden, weil erst heute PTBS wie eine körperliche Verwundung angesehen wird“.

Bei vielen Soldaten seien die Erkrankungen inzwischen chronisch, und es sei fraglich, ob die Bundeswehr den bestehenden Behandlungsbedarf noch adäquat befriedigen könne – zumal in den psychiatrischen Abteilungen der Bundeswehrkrankenhäuser ein Teil der Stellen nicht besetzt sei.

Bartels kritisierte diese Engpässe und sagte: „Hier gibt es immer noch nicht besetzte Dienstposten. Aber insgesamt ist schon vieles besser geworden.“ Morgen legt der Wehrbeauftragte seinen Jahresbericht vor, der detaillierte Zahlen zum Zustand der Truppe enthält. © kna/aerzteblatt.de

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