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Ausland

Israel erlaubt Export von medizinischem Cannabis

Dienstag, 29. Januar 2019

/dpa

Tel Aviv – Rund 35.000 Patienten in Israel lassen sich mit medizinischem Cannabis behandeln. Nun will das Land solche Produkte auch exportieren, wie die Regierung vorgestern beschloss. Dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium zufolge sollen die Hersteller binnen sechs bis neun Monaten die Freigabe zum Export erhalten – auch nach Deutschland. Israel erhofft sich nach Medienberichten zusätzliche Steuereinnahmen von umgerechnet 239 Millionen Euro.

Nach Einschätzung des US-Marktforschungsunternehmens BDS Analytics könnte der globale Umsatz im legalen Cannabismarkt von umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf knapp 28 Milliarden Euro im Jahr 2022 steigen. Israel ist ein Vorreiter bei der Forschung zu medizinischem Cannabis.

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Derzeit werden in Israel laut Ge­sund­heits­mi­nis­terium rund 18 Tonnen Cannabis jährlich für medizinische Zwecke produziert. Man sei bereit für mehr, sagte Dadi Segal, Vorsitzender des Pharmaunternehmens Panaxia, eine von rund 70 Firmen auf dem israelischen Markt. Auch im Forschungsbereich ist Israel sehr aktiv: 200 klinische Studien laufen laut Ge­sund­heits­mi­nis­terium derzeit in der Cannabisforschung.

In Deutschland dürfen Ärzte seit März 2017 schwer kranken Patienten unter bestimmten Bedingungen medizinisches Cannabis verschreiben. In den ersten zehn Monaten nach der Einführung wurden dem Apothekenbranchenverband ABDA zufolge knapp 27.000 Rezepte eingelöst. Die Pflanzen für die Arzneimittel stammen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zufolge bisher aus Kanada und Holland.

Künftig soll Cannabis für medizinische Zwecke auch in Deutschland wachsen. Im aktuellen Ausschreibungsverfahren für den Anbau hätten 79 Bieter und Bieter­gemeinschaften Angebote abgegeben, die nun geprüft würden, hieß es gestern vom BfArM. Voraussichtlich ab 2020 werde Cannabis aus deutschem Anbau zur Verfügung stehen. Die Ausschreibung umfasst demnach 10.400 Kilogramm Cannabis, verteilt auf vier Jahre. © dpa/aerzteblatt.de

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