NewsHochschulenUniklinik Heidelberg mit neuen Wegen zur Pflegekräfte­gewinnung erfolgreich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Uniklinik Heidelberg mit neuen Wegen zur Pflegekräfte­gewinnung erfolgreich

Mittwoch, 30. Januar 2019

Universitätskliniken Heidelberg /dpa

Heidelberg – Das Universitätsklinikum Heidelberg hat 2018 420 neue Mitarbeiter in der Pflege eingestellt. Abzüglich ausscheidender Mitarbeiter entspricht dies einem Personalplus von 119 Vollkräften.

„Vor dem Hintergrund des sehr angespannten Arbeitsmarktes ist das ein großer Erfolg“, sagte der Heidelberger Pflegedirektor Edgar Reisch beim Neujahrsempfang des Universitätsklinikums Ende Januar. Mit 3.650 Mitarbeitern – 2.520 Vollkräften – stellt der Pflege- und Funktionsdienst die größte Gruppe der mehr als 13.000 Mitarbeiter des Uniklinikums.

Anzeige

„Das Klinikum arbeitet in Serbien und Bosnien-Herzegowina mit dem Projekt ‚Triple Win’ sehr erfolgreich mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zusammen“, so Reisch.

Eine Delegation aus Heidelberg hatte im vergangenen Jahr einen digitalen Infocube mit im Gepäck, der virtuelle Einblicke in die Arbeitswelt am Klinikum bietet. „Bei der letzten Reise konnten 40 neue Kollegen gewonnen werden. Insgesamt 147 Pflegekräfte aus Serbien und Bosnien-Herzegowina unterstützen demnächst die Heidelberger Pflegeteams“, erläuterte der Pflegedirektor.

Annette Grüters-Kieslich, Leitende Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums, wies auf dem Neujahrsempfang auf das neue Heidelberger Herzzentrum und das Kindertumorzentrum KITZ hin. „Wir werden ein vollständig digitales Krankenhaus entwerfen mit einem angeschlossenen Forschungsinstitut und so personalisierte Herzmedizin vorantreiben“, so Grüters-Kieslich.

„Wir müssen dafür sorgen, dass Hochleistungsmedizin für Patienten, Besucher und Mitarbeiter erreichbar bleibt“, betonte indes Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Besonders die ungenügende Verkehrsanbindung des Campus mache tagtäglich zu schaffen. Dies drohe ein echter Standort­nachteil zu werden. „Wir rufen die Stadt dazu auf, zeitnah Lösungen zur Entlastung der Verkehrssituation umzusetzen“, sagte Gürkan.

Ein weiteres Problem sei die ungenügende Vergütung der universitätsmedizinischen Leistungen: Die Klinik muss für 2018 laut Gürkan „mit einer roten Null im einstelligen Millionenbereich bei einem Umsatz in der Krankenversorgung von 907 Millionen Euro als Abschluss rechnen.“ © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Mai 2020
Mainz/Berlin – Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat kritisiert, dass manche Krankenhäuser die Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen sowie die Lockerung des Arbeitszeitgesetzes während der
Pflegekammer kritisiert Krankenhäuser, die jetzt Gewinne machen
25. Mai 2020
Bonn – Die seit Anfang 2019 geltenden Untergrenzen für das Pflegepersonal im Krankenhaus werden einer Umfrage zufolge von Fachkräften mehrheitlich als negativ empfunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Umfrage zeigt Kritik an Pflegepersonaluntergrenzen für Krankenhäuser
27. April 2020
München − Damit Patienten mit Behinderungen im Krankenhaus nicht unentgeltlich von ihren Angehörigen gepflegt werden müssen, fordern Behindertenverbände einen expliziten Rechtsanspruch auf
Behindertenverbände für Finanzierung externer Pfleger in Kliniken
8. April 2020
Berlin – In der Coronakrise will Nordrhein-Westfalen (NRW) zügig wieder Besuche in Pflegeheimen ermöglichen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in
Nordrhein-Westfalen will Besuche in Pflegeheimen wieder ermöglichen
3. April 2020
Köln − Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat das strikte Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen während der Coronakrise verteidigt. Westerfellhaus
Pflegebeauftragter verteidigt Besuchsverbote in Heimen
3. April 2020
Stuttgart − Freiwillige Pflegekräfte außer Dienst können in der Coronakrise in Baden-Württemberg über eine Plattform an Krankenhäuser sowie stationäre und ambulante Einrichtungen vermittelt
Neue Plattform für freiwillige Pflegekräfte und suchende Kliniken
25. März 2020
Berlin/Mainz – Pflegekräfte und Personen, die in der Pflege während der Corona-Pandemie unterstützen wollen, sollen sich bei einer der Pflegekammern in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER