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Terror in Nigeria: UNHCR braucht 135 Millionen Dollar wegen Krise

Mittwoch, 30. Januar 2019

/dpa

Genf/Abuja – Die von der Terrorgruppe Boko Haram ausgelöste humanitäre Krise in Nigeria und angrenzenden Ländern wird immer schlimmer – zur Bewältigung braucht das UN-Flüchtlingshilfswerk in diesem Jahr 135 Millionen Dollar (118 Millionen Euro).

Angriffe der islamistischen Miliz würden täglich Tausende Menschen zwingen, um ihr Leben zu rennen, sagte Sprecher Babar Baloch gestern in Genf. Das Geld werde benötigt, um die Flüchtlinge und die Gemeinden, die sie aufnähmen, zu unterstützen. Im Vorjahr bekam das UNHCR nach eigenen Angaben nur weniger als die Hälfte der benötigten Gelder.

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Rund 2,5 Millionen Menschen sind demnach bislang vor der Gewalt innerhalb Nigerias oder in angrenzende Länder wie Tschad und Kamerun geflohen. Viele kamen in bereits überfüllten Flüchtlingslagern oder Orten im Nordosten Nigerias an und müssen unter schwierigen Bedingungen überleben, wie Baloch sagte. Andere würden in abgelegene und arme Gebiete der Nachbarländer fliehen.

Alleine vor der jüngsten Gewaltwelle in Nordost-Nigeria flohen mehr als 80.000 Menschen in überfüllte Lager und Städte der Region Borno. Etwa 30.000 Nigerianer aus der Stadt Rann suchten binnen zwei Tagen Zuflucht jenseits der Grenze in Kamerun. Die Gewalt halte Menschen davon ab, in ihre Heimat zurückzukehren, sagte Baloch.

Boko Haram terrorisiert seit 2009 den verarmten Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten sind nach Schätzungen mindestens 20.000 Menschen getötet worden. Allerdings verübte Boko Haram dem Africa Center for Strategic Studies zufolge 2018 weniger Angriffe und Anschläge als im Vorjahr, 444 im Vergleich zu 595 im Jahr 2017. © dpa/aerzteblatt.de

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