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Deutsche sehen Defizite bei Digitalisierung in der Pflege

Donnerstag, 31. Januar 2019

/WavebreakmediaMicro, stockadobecom

Berlin – Die Bundesbürger halten Deutschland bei der Digitalisierung der Pflege für rückständig. Nach einer gestern in Berlin veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom sagen mehr als vier von zehn Befragten (41 Prozent), dass das Land bei diesem Thema maximal im Mittelfeld rangiert.

Drei von zehn Befragten (28 Prozent) sehen die Bundesrepublik als Nachzügler, jeder Fünfte (20 Prozent) gar als abgeschlagen. Lediglich sieben Prozent meinen, dass das Land in Sachen Pflege 4.0 in der Spitzengruppe rangiert; ein Prozent sieht Deutschland als weltweit führend an. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren.

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Der Branchenverband betonte, andere europäische Länder zeigten, dass digitale Angebote die Pflege sinnvoll ergänzen oder erweitern könnten. In Deutschland müsse der politische Ordnungsrahmen so schnell wie möglich an das digitale Zeitalter angepasst werden, sagte Bitkom-Expertin Julia Hagen. Bislang fehle es beispielsweise noch an einer gesetzlichen Grundlage dafür, dass Kranken- und Pflegekassen die Kosten für digitale Hilfsmittel übernehmen.

Grundlage für die Modernisierung müssten digitale Prozesse wie das elektronische Rezept und die elektronische Überweisung sein. Eine elektronische Pflegeakte könne die Kommunikation zwischen Pflegenden, Angehörigen und auch Ärzten wesentlich erleichtern. Bitkom plädiert zudem dafür, digitale Angebote wie die Videosprechstunde der Versorgung vor Ort gleichzustellen. Die Vergütung sollte dann nach den gleichen Maßstäben erfolgen. © kna/aerzteblatt.de

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