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Leichenschauen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ärzte

Mittwoch, 30. Januar 2019

/dpa

Karlsruhe – Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen rund 100 Ärzte aus der Karlsruher Region, die zu viel Geld für Leichenschauen genommen haben sollen. Darunter seien sowohl Beschuldigte, die nur wenige überhöhte Rechnungen gestellt hätten, als auch Ärzte, die in mehr als hundert Fällen zu viel verlangt hätten.

Nach Angaben eines Sprechers der Anklagebehörde nahmen die Ermittlungen im Jahr 2016 ihren Anfang, als eine Privatperson Anzeige erstattete. Schnell sei aber klar gewesen, dass das auch bei anderen Ärzten passiere. Zuerst hatte der SWR berichtet.

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Die Rechnungen, um die es geht, liegen der Staatsanwaltschaft nach eigenen Worten vor. Die Beschuldigten hätten nun Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Derartige Verstöße verjährten binnen fünf Jahren, sagte der Sprecher.

Eine Leichenschau ist keine Leistung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung, sondern muss privat bezahlt werden. Maximal können Ärzte dafür 51 Euro verlangen: Etwa wenn sie nachts oder am Wochenende gerufen werden. Ansonsten liegt der Satz mit knapp über 33 Euro niedriger.

Die Lan­des­ärz­te­kam­mer sprach diesbezüglich von einer Vergütung, mit der die Ärzteschaft ausgesprochen unzufrieden sei. Es sei zu hoffen, dass der Gesetzgeber endlich eine Anpassung der seit 1996 unverändert gebliebenen Gebührenordnung vornehme. Nichtsdestoweniger handele es sich bei der aktuellen Fassung natürlich um geltendes Recht, das zu beachten sei. © dpa/aerzteblatt.de

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