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Ärzteschaft

KV Bayerns schreibt weitere Regionen zur Niederlassungs­förderungen aus

Mittwoch, 30. Januar 2019

/dpa

München – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns hat für drei Planungs­bereiche neue Förderprogramme ausgeschrieben, um die ambulante ärztliche Versorgung vor Ort sicherzustellen. Gefördert werden ab sofort Hausärzte in den Planungsbereichen Simbach am Inn und Feuchtwangen sowie Kinder- und Jugendpsychiater in dem Planungsbereich Ingolstadt.

In diesen Bereichen und Professionen fördert die KV die Niederlassung oder Praxisübernahme mit bis zu 60.000 Euro. Für die Errichtung oder Übernahme einer Zweigpraxis ist ein finanzieller Zuschuss von bis zu 15.000 Euro möglich. Ebenso können Ärzte für die Anstellung eines Arztes der entsprechenden Fachgruppe bis zu 4.000 Euro pro Quartal und darüber hinaus eine finanzielle Unterstützung bei den Investitionskosten von bis zu 15.000 Euro erhalten.

Bereits niedergelassene Ärzte, die das 63. Lebensjahr überschritten haben und aktiv einen Praxisnachfolger suchen, unterstützt die KV bei der Praxisfortführung mit bis zu 4.500 Euro für vorerst vier Quartale. Zudem gewährt die KV Zuschüsse für die Weiterbildung im fachärztlichen Versorgungsbereich. Ärzte können außerdem bei der Anstellung eines Praxisassistenten einmalig bis zu 1.500 Euro in Anspruch nehmen.

Die KV-Förderungen sollen die ärztliche Versorgung vor Ort stabilisieren. „In den Planungsbereichen Feuchtwangen und Ingolstadt konnte bereits eine Verbesserung der Versorgungssituation von einer ‚bestehenden Unterversorgung‘ zu einer ‚drohenden Unterversorgung‘ erreicht werden“, berichtet die KV. Auch im niederbayerischen Simbach am Inn bestehe eine drohende Unterversorgung.

Bewerbungsschluss für die Fördermaßnahmen ist der 1. März 2019. Allerdings können laut der KV auch später eingehende Förderanträge noch Berücksichtigung finden. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #88767
fjmvw
am Donnerstag, 31. Januar 2019, 09:20

Genial oder völlig bescheuert - urteilen Sie selbst.

Die KV fördert alles Mögliche mit "mehr Geld". Warum muss man überhaupt "mehr Geld" anbieten, reicht das bisherige Geld nicht aus?

Antwort: Ohne "mehr Geld", sprich attraktivere Konditionen, zu bieten, bleibt der Nachwuchs weg.

Ok. Nachdenken. Nochmals nachdenken. Dann:

Hoppla, die KV nimmt im ersten Schritt ALLEN Ärzten Geld weg, um es denjenigen zu geben, die sich neu niederlassen. Damit erhält ein Jung-Arzt mehr Honorar als ein Alt-Arzt. So etwas nennt ein Ökonom Diskriminierung.
Noch besser, dem Alt-Arzt wird Geld weggenommen, um es dem Jung-Arzt zu geben. Denn die KV hat nun mal nicht genug Geld, um alle so zu honorieren.

Irgendwann wird aus dem Jung-Arzt ein Alt-Arzt geworden sein. Das Geld, das man ihm zu Beginn zusätzlich gegeben hat, wird ihm später im doppelten Umfange wieder genommen werden. Begründung: Wir brauchen das Geld, um Jung-Ärzte zu gewinnen.

Betrug ist es sicherlich nicht, weil Betrug ist im StGB definiert und da ist dieser Sachverhalt nicht erfasst. Aber es ist ein Verfahren, bei dem die Ärzte von der KV nach Strich und Faden über den Tisch gezogen werden.
LNS
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