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Ärzteschaft

Patientenbeteiligung am Arthroskopieregister verbessert Versorgung

Donnerstag, 31. Januar 2019

/dpa

Berlin – Patienten, die ihren Gelenkzustand, ihre Zufriedenheit und etwaige Komplikationen nach einer arthroskopisch durchgeführten Gelenk-OP an Knie, Hüfte oder Schulter im Deutschsprachigen Arthroskopieregister (DART) erfassen, tragen dazu bei, die Versorgung langfristig zu verbessern. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) betont.

„Mit der Beteiligung unserer Patienten an der Registerforschung können wir die Operationsergebnisse besser messen“, sagte deren stellvertretender Präsident, Carsten Perka, anlässlich des Tages der Arthroskopie am 1. Februar. Perka ist Ärztlicher Direktor des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

In Deutschland nehmen Ärzte jedes Jahr mehr als 400.000 arthroskopische Eingriffe vor. Seit Oktober 2017 erfassen sie die OP-Daten im DART. Die Arthroskopeure machen Angaben zur Erkrankung oder Verletzung, dem Gelenkbefund, der durchgeführten Operation sowie eventuellen Komplikationen. Patienten ergänzen mittels Onlinefragebogen ihre persönlichen Einschätzungen.

„Jeder, bei dem eine Arthroskopie durchgeführt wurde, kann darüber berichten, wie sich das behandelte Gelenk nach der OP entwickelt hat“, betonte Philipp Niemeyer, Vertreter der DGOU-Sektion Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) im DART.

Die Fachgesellschaft fordert Patienten ausdrücklich auf, sich an dem Register zu beteiligen. Sie werden dazu von ihrem Arzt über DART aufgeklärt. Die Patienten erhalten per E-Mail vor der Operation und zu insgesamt sechs Zeitpunkten nach der Operation einen Link zu einem Fragebogen. Die Follow-Up-Zeit beiträgt bis zu zehn Jahren nach der OP. Ende 2018 lagen die Daten von rund 250 Patienten seit Start des Registers vor.

Die ausgewerteten Ergebnisse sollen später auch an Bürger, Krankenkassen, die Gesundheitspolitik und Medizinproduktehersteller gehen. © hil/aerzteblatt.de

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