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Medizin

Frittiertes Essen könnte Sterberisiko erhöhen

Donnerstag, 31. Januar 2019

/radopix, stockadobecom

Iowa City – Der regelmäßige Verzehr von frittierten Lebensmitteln ist einer neuen US-Studie zufolge mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden, insbesondere für das Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu sterben. Das berichten Wissenschaftler um Wei Bao vom Department of Epidemiology der University of Iowa im British Medical Journal (2019; doi: 10.1136/bmj.k5420). 

Die Wissenschaftler analysierten Fragebogendaten, um die Ernährung von 106.966 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren zu bewerten, die zwischen 1993 und 1998 an der Women's Health Initiative (WHI) teilnahmen und bis Februar 2017 begleitet wurden. Während dieser Zeit traten 31.588 Todesfälle auf, darunter 9.320 herzbedingte Todesfälle 8.358 Krebstodesfälle und 13.880 aus anderen Ursachen.

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Die Forscher betrachteten den Gesamt- und spezifischen Konsum der Frauen von verschiedenen frittierten Lebensmitteln, einschließlich: „Brathuhn“, „Bratfisch, Fischsandwich und frittierten Schalentiere (Garnelen und Austern)“ und andere frittierte Lebensmittel, wie Pommes frites, Tortillachips und Tacos.

Unter Berücksichtigung potenzieller Einflussfaktoren wie Lebensstil, Gesamter­nährungs­qualität, Bildungsniveau und Einkommen stellten die Forscher fest, dass der regelmäßige Verzehr von frittierten Lebensmitteln mit einem erhöhten Risiko für den Tod aus jeder Ursache und insbesondere für den Herztod verbunden ist: Wer eine oder mehrere Portionen pro Tag aß, hatte ein um 8 % höheres Risiko als diejenigen, die keine frittierten Lebensmittel aßen.

Eine oder mehrere Portionen frittiertes Huhn pro Tag waren mit einem 13 % höheren Risiko für den Tod aus jeder Ursache und einem 12 % höheren Risiko für den herzbedingten Tod verbunden, verglichen mit keinem frittiertem Essen.

Ebenso war eine oder mehrere Portionen frittierter Fisch/Schalentiere pro Tag mit einem um 7 % höheren Risiko für den Tod aus jeder Ursache und einem um 13 % höheren Risiko für den Tod im Zusammenhang mit dem Herzen verbunden, verglichen mit Personen, die keine frittierten Lebensmittel aßen.

Die Forscher fanden keinen Beleg dafür, dass der Verzehr von frittierten Lebensmitteln mit einer höheren Krebsmortalität verbunden war.

Die Autoren weisen darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die nur Frauen in den USA berücksichtigt. Sie meinen aber doch, dass die Ergebnisse Grund zu der Annahme geben, dass „die Verringerung des Verbrauchs von frittierten Lebensmitteln, insbesondere von frittiertem Hühnerfleisch und frittiertem Fisch/Schalen­fisch, klinisch bedeutsame Auswirkungen auf das gesamte Spektrum der öffentlichen Gesundheit haben kann“. © hil/aerzteblatt.de

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