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S3-Leitlinie zu Adenokarzinomen des Magens und ösophagogastralen Übergangs aktualisiert

Donnerstag, 31. Januar 2019

Magenkarzinom/Adenokarzinom, Mikroaufnahme (Vergrößerung 64:1) /dpa

Berlin – Im Leitlinienprogramm Onkologie ist eine überarbeitete Fassung der S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs“ erschienen. Interessierte können sie bis zum 20. Februar kommentieren.

Die Leitlinie ist 2011 erstmalig veröffentlicht worden. An der Aktualisierung waren 47 ehren­amtlich arbeitende Fachexperten von 28 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Die Leitung hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroentero­logie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten übernommen. Die Deutsche Krebshilfe hat die Arbeit im Rahmen des Onkologischen Leitlinienprogramms gefördert.

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Neuerungen ergaben sich unter anderem bei den Risikofaktoren: So wurden für Helicobacter pylori Risikogruppen zur Eradikation und Krebsprävention definiert. „Besondere Bedeutung haben die Charakterisierung von Patienten für die Mikrosatelliteninstabilität/HNPCC und Epstein-Barr-Virus-infizierte Tumore“, berichten die Autoren.

Weitere Neuerungen betreffen die chirurgische Therapie, hier insbesondere die Laparoskopie. Außerdem seien die Resektionsränder bei der Gastrektomie in Diskussion – in Einzelfällen könne hier von den Standards im Sicherheitsabstand abgewichen werden. Weitere Aktualisierungen betreffen die neoadjuvante und die palliative Chemotherapie sowie spportive Maßnahmen unter anderem zur Ernährung. 

Träger des 2008 gestarteten Leitlinienprogramms Onkologie sind die Arbeits­gemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe. Das Programm umfasst im Augenblick 25 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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