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Ausland

Kanada halbiert Botschaftspersonal in Kuba nach Krankheitsfällen

Donnerstag, 31. Januar 2019

Kanadische Botschaft in in Havanna, Kuba /dpa

Havanna – Nach der mysteriösen Erkrankung eines weiteren Diplomaten hat Kanada sein Botschaftspersonal in Kuba stark reduziert. Wie das kanadische Außenministerium gestern mitteilte, wurden bei einem weiteren Mitarbeiter Symptome wie bei früheren Krankheitsfällen festgestellt.

Die Ursache für die Beschwerden ist demnach weiter unklar. Die Sicherheits­vorkehrungen an der Botschaft in Havanna wurden verstärkt und die Personalstärke „um bis zur Hälfte“ reduziert. Laut einem Bericht des Senders CBC bleiben nur noch acht Mitarbeiter in der Botschaft.

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Mysteriöse Beschwerden von Diplomaten aus den USA und Kanada in Kuba sorgen seit mehr als zwei Jahren für Rätselraten: Botschaftsmitarbeiter und deren Familien­angehörige klagten seit Ende 2016 über Probleme wie Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hör- und Sehprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit und Konzentrationsschwäche.

Betroffen sind mittlerweile 25 US-Bürger und nach dem neuen Fall 14 Kanadier. Im Dezember hatte die kanadische Regierung den Botschaftsmitarbeitern freigestellt, den Karibikstaat zu verlassen und nach Hause zurückzukehren.

Washington hatte Havanna für die rätselhaften Symptome verantwortlich gemacht, deren Ursachen aber nie wirklich geklärt werden konnten. Zunächst war von mutmaßlichen „Akustik-Attacken“ auf das Botschaftspersonal die Rede gewesen. Kanada war letztlich zu dem Schluss gekommen, dass ein solches Szenario „unwahrscheinlich“ sei.

Kuba reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung Kanadas. Die gemeldeten Symptome seien „unterschiedlich“ und ihr gemeinsamer Nenner sei, dass sie „schwer mit technischen Mitteln zu messen“ seien, hieß es von Kubas Botschafterin Josefina Vidal in Ottawa. Kuba werde seine Bemühungen um einen „guten Zustand der bilateralen Beziehungen“ mit Kanada fortsetzen. Auch Kanadas Botschaft sprach von einer „positiven und konstruktiven Beziehung zu Kuba“. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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