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Gefundene Klinikunterlagen: Keine Hinweise auf Stasiunterlagen

Donnerstag, 31. Januar 2019

Helios-Klinikum Berlin-Buch /dpa

Berlin – Bei den kürzlich in Berlin gefundenen Klinikunterlagen auch aus DDR-Zeiten handelt es sich nach erster Einschätzung der Stasiunterlagenbehörde nicht um Stasiakten.

Zwei Archivare seien bei einer Überprüfung gestern zu dem Schluss gekommen, dass es keine Hinweise auf das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als Herkunftsstelle gebe, teilte eine Behördensprecherin mit. Auch hätten sich keine Hinweise auf MfS-Bearbeitungsspuren ergeben. Andernfalls hätten entsprechende Dokumente der Behörde übergeben werden müssen.

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Laut Angaben prüften die Archivare stichprobenartig 31 Aktenordner, drei OP-Bücher sowie drei Stationsbücher für die Betäubungsmitteldokumentation. Die Papiere zu schätzungsweise 25.000 früheren Patienten waren Mitte Januar auf einem seit Jahren verlassenen Areal gefunden worden – in einem Ex-Stasigebäude. Jemand, der auf das umzäunte und bewachte Gelände im Norden Berlins gelangt war, hatte den entsprechenden Hinweis gegeben.

Neben zwei besonders gesicherten Krankenhäusern der Regierung und der Stasi befand sich dort zu DDR-Zeiten auch eine städtische Klinik. In deren Orthopädie­abteilung entstanden die Unterlagen nach Einschätzung des Helios-Klinikums Berlin-Buch.

Nach der Wende sollen sie in das Ex-Stasigebäude gebracht worden sein. Der Helios-Konzern hatte das Areal 2001 übernommen, beim Umzug in neue Gebäude 2007 wurden die alten Dokumente aber wohl in einem Wandschrank vergessen.

Laut Klinik sollen die alten Gebäude nun nochmals geprüft werden, um die Existenz weiterer Hinterlassenschaften auszuschließen. © dpa/aerzteblatt.de

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