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15.000 Kinder und Jugendliche leiden unter Rheuma

Donnerstag, 31. Januar 2019

/Anut21ngphoto, stockadobecom

Hannover – Rheuma ist laut einer statistischen Erhebung keine Frage des Alters. Auch junge Menschen und sogar Kleinkinder sind betroffen. Bundesweit litten rund 15.000 Kinder und Jugendliche unter juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), teilte die KKH Kaufmännische Krankenkasse heute in Hannover mit.

Das habe eine Auswertung ihrer Versichertendaten ergeben. JIA sei die häufigste Form von Rheuma, die vor dem 16. Lebensjahr auftrete. Von 1.000 Kindern und Jugendlichen erkrankten derzeit ein bis zwei jährlich daran. Mädchen seien 2017 mehr als doppelt so oft betroffen gewesen wie Jungen.

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Warum Gelenkrheuma in jungen Jahren auftrete, sei nicht geklärt, hieß es. „Stellen Eltern fest, dass ihr Kind mögliche Symptome zeigt, sollten sie rasch ihren Kinderarzt informieren und um Überweisung zu einem Kinderrheumatologen bitten“, riet Andreas Heiß vom KKH-Serviceteam in Rosenheim.

Denn entscheidend sei, dass ein Kind oder ein Jugendlicher mit einer rheumatischen Erkrankung so früh wie möglich individuell behandelt werde. Dadurch könnten Schmerzen gelindert, die Mobilität gefördert und vor allem Schäden an Gelenken und Knochen Heranwachsender verhindert werden. Auch erhöhe das deutlich die Chance, dass sie im Erwachsenenalter keine Therapie mehr benötigten.

Eine chronische Gelenkentzündung beginne häufig mit der Schwellung und Rötung eines Gelenks, zum Beispiel dem Knie. „Manche Eltern führen die Schwellung zunächst auf einen Sturz zurück“, so Heiß. „Hält sie wochenlang an, sollten Eltern an eine rheumatische Erkrankung denken.“

Zu den typischen Anzeichen zählten auch Bewegungseinschränkungen wie hinkendes Gehen und Gelenksteifigkeit nach längeren Ruhephasen, beispielsweise morgens. Betroffene Kinder versuchten zudem oftmals, Gelenkschmerzen durch eine Schonhaltung, meist in Beugung, zu lindern. Eltern könnten dann vorsichtig versuchen, das betreffende Gelenk durchzustrecken. Stemme sich das Kind dagegen, könne das ein Hinweis auf Rheuma sein.

Der Auswertung liegen nach Angaben einer KKH-Sprecherin die Daten von 314.000 Kindern und Jugendlichen zugrunde, die über ihre Eltern versichert sind. Insgesamt zählt die KKH bundesweit rund 1,7 Millionen Versicherte. © kna/aerzteblatt.de

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