NewsVermischtesVerordnungszahlen von Biosimilars haben sich verdoppelt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Verordnungszahlen von Biosimilars haben sich verdoppelt

Donnerstag, 31. Januar 2019

/Pavel Mastepanov, stockadobecom

Waldems-Esch – Ärzte haben den gesetzlich Krankenversicherten im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Biosimiliars verordnet. 2017 waren es noch rund 700.000 gewesen. Das berichtet der Informationsdienstleister Insight Health.

Danach stieg die Zahl der verordneten Fertigarzneimittelpackungen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) von 701,0 Millionen im Jahr 2017 auf 701,4 Millionen im vergangenen Jahr nur geringfügig. Auch die Anzahl der Einzeldosen blieb mit 52,3 Milliarden in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Auf jeden GKV-Versicherten entfallen damit mehr als 700 Arzneimitteldosen pro Jahr. „Diese hohe Zahl erklärt sich in erster Linie durch tägliche Mehrfacheinnahme von Medikamenten etwa bei Bluthochdruck oder Diabetes. Aber auch Polymedikation spielt hier eine Rolle“, erläutert Insight Health.

Anzeige

Unter den Arzneimittelgruppen stechen die Angiotensin-II-Antagonisten mit einem Verordnungsplus von 1,7 Millionen hervor – ein Wachstum von zwölf Prozent. Auch die Antithrombosemittel verzeichnen ein Wachstum von 1,1 Millionen Verordnungen – dies sind 19 Prozent mehr als 2017.

Laut dem Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) geben die Krankenkassen für patentfreie biologische Arzneimittel pro Jahr rund vier Milliarden Euro aus – das sind etwa zehn Prozent der gesamten Arzneimittelausgaben der GKV. Biologische Arzneimittel seien in Deutschland zu teuer.

„Die Herausforderungen sind dabei weniger die Verordnungsmengen des Wirkstoffs als vielmehr die konstant hohen Preise für Originalbiologika, die sich oftmals auch nach Auslauf des Patentschutzes halten“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Der Wettbewerb im biosimilarfähigen Markt entwickelt sich laut dem Institut nur schleppend, die Preise lägen bislang meist nur geringfügig unter denen der Originalanbieter, obwohl Biosimilars im Schnitt nur ein Viertel der Forschungs- und Entwicklungskosten ihrer Referenzprodukte verursachten.

Außerdem würden Ärzte Biosimilars weiterhin nur zurückhaltend verordnen. Ihr durchschnittlicher Verordnungsanteil innerhalb der jeweiligen Wirkstoffe liegt laut dem WIdO im Durchschnitt bei 15 Prozent gegenüber den Originalbiologika. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER