NewsPolitikGute Planung reduziert Lieferengpässe bei Grippeimpfstoffen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gute Planung reduziert Lieferengpässe bei Grippeimpfstoffen

Freitag, 1. Februar 2019

/dpa

Frankfurt am Main – Vorausschauende Planung ist ein wichtiger Faktor, um bei der Bestellung von Grippeimpfstoffen Lieferengpässe zu vermeiden. Darauf hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) beim Austausch mit unterschiedlichen Akteuren zum Thema Grippeimpfung hingewiesen.

Dem PEI zufolge ist womöglich nicht ausreichend bekannt, dass der Großhandel selbst keine eigenen Vorräte an Grippeimpfstoffen vorhalte, sondern lediglich als Lieferant agiere. „Das bedeutet, dass genaue Vorbestellungen ein wesentlicher Faktor für die ausreichende und gleichmäßige Versorgung mit Grippeimpfstoffen sind“, so das PEI. Denn auch Hersteller könnten Influenzaimpfstoffe nur dann bedarfsgerecht bereit­stellen, wenn sie die benötigten Mengen frühzeitig wüssten.

Anzeige

Insgesamt war die Zahl der Lieferengpässe im vergangenen Jahr laut PEI allerdings rückläufig. „Unser System zum Umgang mit Lieferengpässen bei Impfstoffen hat ein hohes Niveau erreicht", erklärte PEI-Abteilungsleiterin Isabelle Bekeredjian-Ding.

Zugleich sei es in der aktuellen Grippesaison jedoch verstärkt zu einer regionalen und lokalen Ungleichverteilung der Impfstoffe gekommen. Dank des erweiterten Meldesystems für vermutete Engpässe sowie einer Ausnahmegenehmigung zum Impfstoffimport hätten die regionalen Verteilungsengpässe aber letztlich behoben werden können.

Um derartige Situationen künftig zu verhindern, hatten PEI, Robert-Koch-Institut, Impfstoffhersteller, Vertreter der pharmazeutischen Industrie, des pharmazeutischen Großhandels, der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker (ABDA) sowie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Frankfurt mögliche Ursachen und Lösungsansätze diskutiert. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #75382
schmerzpraxis
am Samstag, 9. Februar 2019, 15:22

Impfstoffe

So lange wir in RLP keine Grippeimpfstoffe vorbestellen dürfen, sondern nur nach und nach den Vorrat in 10er Packungen auffüllen können, werden Engpässe daraus resultiern!
Da nicht jede Impfung eine Kassenleistung ist können auch keine Impfquoten erfüllt werden!!
LNS

Nachrichten zum Thema

21. Juni 2019
Washington – Eine Impfung schützt nicht nur vor den Symptomen und Komplikationen einer Masernerkrankung. In Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen war in einer Langzeitstudie in Vaccine (2019;
Masernimpfung verbesserte in Langzeitstudie körperliche und kognitive Entwicklung in ärmeren Ländern
19. Juni 2019
London – Viele Europäer haben einer Umfrage zufolge ein großes Misstrauen gegen Impfungen. Nach den Daten der britischen Stiftung Wellcome Trust empfinden in Westeuropa lediglich 59 Prozent der
Umfrage zeigt Vertrauenskrise bei Impfungen in Westeuropa
14. Juni 2019
Berlin – Dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) gehen die Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), eine Impfpflicht gegen Masern einzuführen, nicht weit genug. Wünschenswert
Kinder- und Jugendärzte erneuern Forderung nach umfassender Impfpflicht
14. Juni 2019
Ann Arbor/Michigan – Gegen Rotaviren geimpfte Kinder erkranken in den USA möglicherweise seltener an einem Typ-1-Diabetes. Darauf deutet eine Analyse von Versichertendaten in Scientific Reports (2019;
USA: Weniger Neuerkrankungen am Typ-1-Diabetes seit Einführung der Rotavirusimpfung
12. Juni 2019
Berlin – Die Zahl der gemeldeten Lieferengpässe bei Arzneimitteln steigt kontinuierlich und deren Auswirkungen auf die Patientenversorgung nehmen spürbar zu. Das sagte Michael Horn, Direktor der
Lieferengpässe bei Arzneimitteln nehmen zu
11. Juni 2019
Düsseldorf – In Deutschland häufen sich im Vergleich zu früheren Jahren Lieferengpässe bei Arzneimitteln. „Derzeit liegen 226 Meldungen vor, bei denen eine eingeschränkte Verfügbarkeit oder ein
Häufiger Lieferengpässe bei Arzneimitteln
7. Juni 2019
Köln – Ein schriftlicher Impfaufruf an chronisch nierenerkrankte Patienten durch den behandelnden Arzt ist wirksam und sorgt für eine Steigerung der Influenzaimpfquote. Diese Maßnahme erwies sich im
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER