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KV Nordrhein sieht Verbesserungen beim Umgang mit Fehlern

Montag, 4. Februar 2019

/Kot63, stockadobecom

Düsseldorf – Fortschritte bei der Fehlerkultur im Gesundheitswesen – also beim Umgang mit Fehlern und Beinahe-Fehlern – sieht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein. Laut dem neuen Qualitätsbericht der KV wird über kritische Ereignisse zunehmend offen gesprochen und aus ihnen gelernt.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich fünf Organisationen zusammengeschlossen, um die Patientensicherheit zu stärken. Die Ärztekammern und die KVen in Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie die Krankenhausgesellschaft NRW betreiben gemeinsam das einrichtungs- und sektorenübergreifende Lern- und Berichtssystem CIRS-NRW. „Künftig werden auch die beiden Apothekerkammern des Landes mit an Bord sein, so dass sieben wichtige Organisationen des Gesundheitswesens in NRW die Sicher­heitskultur in der medizinischen Versorgung fördern“, heißt es in dem Qualitätsbericht.

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Auf der CIRS-Internetseite werden Fälle, in denen Fehler oder Beinahe-Fehler passiert sind, öffentlich zugänglich gemacht, damit alle Personen in der Patientenversorgung daraus lernen können. „In den nunmehr über fünf Jahren wurden bereits rund 1.400 Berichte eingestellt“, berichten die Autoren des Qualitätsberichtes.

Die Frage nach dem Schuldigen sei für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess nicht ausschlaggebend. Risikomanagement und Vorbeugemaßnahmen, die in Arbeitsprozesse eingebettet würden, könnten helfen, dass solche Situationen zukünftig nicht mehr oder deutlich seltener auftreten. „CIRS-NRW trägt dazu bei, die Sicher­heitskultur zu entwickeln und zu fördern“, heißt es in dem Bericht.

Die Autoren weisen daraufhin, dass CIRS-NRW in Deutschland zurzeit das einzige sektoren- und einrichtungsübergreifende Lern- und Berichtssystem sei. „CIRS-NRW ist damit ein Vorreiter, indem es zeigt, dass die Patientensicherheit nicht an den Grenzen eines Versorgungssektors aufhört, sondern dass beide Sektoren voneinander und miteinander lernen können“, schreiben sie.

© hil/aerzteblatt.de

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