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Patienten können von neuer Migräne-Prophylaxe profitieren

Montag, 4. Februar 2019

/Myimagine, stockadobecom

Köln – Der CGRP-Antikörper Erenumab kann die Belastung durch Migräne bei jenen Patienten verringern, bei denen andere, bisher zur Prophylaxe eingesetzte Arzneistoffe versagten oder nicht infrage kamen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einer Nutzenbewertung der neuen Prophylaxe. 

Im Unterschied zur Akutbehandlung gab es für die Prophylaxe der Migräne bislang keine speziellen Arzneistoffe. Bekanntlich werden zwar eine ganze Reihe von Medikamenten zu diesem Zweck eingesetzt. Diese wurden jedoch alle für andere Krankheitsbilder entwickelt, etwa für Bluthochdruck, Depressionen oder Epilepsie.

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Seit langem ist bekannt, dass bei der Entstehung von Migräne ein bestimmter Botenstoff namens CGRP (Calcitonin Gene Related Peptide) eine zentrale Rolle spielt. Erenumab ist der erste Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse. Sein Wirkmechanismus besteht darin, die Funktion des CGRP-Rezeptors im Gehirn zu hemmen. Seit vergangenem Herbst ist die Prophylaxe in Deutschland verfügbar.

Die vom Hersteller für die Nutzenbewerung vorgelegten Daten stammen laut dem IQWiG von 193 Patienten aus einer randomisierten kontrollierten Studie namens „LIBERTY“, auf der auch die Zulassung basiert. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen wurde den Teilnehmern entweder einmal monatlich Erenumab unter die Haut gespritzt oder ein Scheinmedikament.

Eingeschlossen werden konnte, wer zwischen vier und 14 Kopfschmerztage pro Monat aufwies und bei dem mindestens zwei, aber höchstens vier medikamentöse Prophy­laxen bereits versagt hatten. Patienten mit chronischer Migräne, die laut Klassifikation an 15 oder mehr Tagen pro Monat unter Kopfschmerzen leiden, waren nicht vertreten. 

Wie die Auswertung dieser Daten zeigt, konnten in der Erenumab-Gruppe bei deutlich mehr Teilnehmern die Zahl der Kopfschmerztage mindestens halbiert werden als in der Placebogruppe. Das gilt auch für die Zahl der Migräne-Anfälle.

Das IQWiG sieht daher einen „Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen“ und beschränkt diesen nicht auf die episodische Migräne: Da die Unterscheidung zwischen episodischer und chronischer Form einzig auf der Zahl der Schmerztage beruhe und die Grenzen unscharf seien, gibt das IQWiG den Hinweis auch für die chronische Form. 

Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hat die neuen Therapiemöglichkeiten bereits bewertet: Der wichtigste Vorteil ist ihre sehr gute Verträglichkeit. „In den großen Studien haben nur zwischen zwei und vier Prozent aller Patienten die Behandlung wegen unerwünschter Arzneimittelwirkung abgebrochen“, sagte der Kopfschmerzexperte der Fachgesellschaft, Hans-Christoph Diener, im vergangenen November.

Aber „bei aller Euphorie über die neuen Migräneprophylaktika sollte nicht vergessen werden, dass nichtmedikamentöse Ansätze der Verhaltenstherapie und eine Modifikation des Lebensstils genauso wirksam sind wie eine medikamentцse Prophylaxe“, betonte der Kopfschmerzexperte. © hil/aerzteblatt.de

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KeoniPetrus
am Dienstag, 5. Februar 2019, 12:24

Dipl.Päd.

Ständig gibt es neue Erkenntnisse zum Thema Migräne, die alle nur bedingt helfen. Grundsätzlich liegt die Ursache für Migränen aller Art in der Fehlstatik des Beckens, des Kreuzbeins und der gesamten WS. Unsere manuelle Therapie der Statik seit fast 40 Jahren hat vielen Patienten Erleichterung, Hilfe oder Heilung gebracht. Es wäre schön wenn die Medizin es wenigstens versuchen würde in diese Richtung umzudenken. Millionen Patienten könnte geholfen werden! Das erfahren auch immer wieder Ärzte, die den Glauben an ihr Orthopädie- Kollegen verloren haben und sich bei uns den langerfahrenen Heilpraktikern erfolgreich und nachhaltig therapieren lassen bei Migräne, Kopfschmerz oder Rückenproblemen.
LNS

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