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Politik

Patente für weitere pharmazeutische Substanzen laufen aus

Dienstag, 5. Februar 2019

/PhotographY, stockadobecom

Waldems-Esch – In Deutschland endet in diesem Jahr der Patentschutz für 27 pharma­zeutische Substanzen. Das hat der Daten- und Informationsdienstleister Insight Health bekanntgegeben. Demzufolge haben die Arzneimittel der Industrie im vergangenen Jahr rund 521 Millionen Euro Umsatz eingebracht.

„Keines der 2019 ablaufenden Patente weist mehr als 80 Millionen Euro Umsatz pro Jahr auf. Die Werte sind deutlich geringer als im Vorjahr, was aber im Wesentlichen auf den Patentablauf der äußerst umsatzstarken Substanz Adalimumab im Jahr 2018 zurückzuführen ist“, teilte Insight Health mit.

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145 Millionen Euro des Umsatzes der jetzt aus dem Patent laufenden Substanzen entfallen auf zwei Patente für Insuline. Patentfrei werden in diesem Jahr außerdem fünf Substanzen, die unter anderem zur Behandlung von unterschiedlichen Krebsarten eingesetzt werden. Ebenfalls stark vertreten sind Medikamente, die zur Behandlung von HIV zugelassen sind. In diesem Bereich können die Krankenkassen bei vier Arzneimittelstoffen auf preiswertere Generika hoffen.

In dieser Auswertung nicht berücksichtigt sind Impfstoffe. „Diese werden oftmals ständig weiterentwickelt. Dadurch entsteht eine komplexere Patentlage als bei anderen Arzneimitteln“, teilte Insight Health mit.

Die Arzneimittelausgaben insgesamt sind dem Bundesministerium für Gesundheits zufolge im vergangenen Jahr um voraussichtlich rund 3,5 Prozent gestiegen. „Hierbei spielen weiterhin die Entwicklungen im Bereich innovativer Arzneimittel eine zentrale Rolle“, teilte das Ministerium im Dezember mit.

Auch der im vergangenen September erschienene Arzneiverordnungs-Report sieht die Ausgaben für patentgeschützte Arzneimittel als Hauptursache für das Ausgabenplus. „Von den 34 neuen Wirkstoffen, die 2017 neu auf den Markt gekommen sind, kosteten 24 mehr als 20.000 Euro im Jahr. Bei den meisten Onkologika liegen die Jahres­therapiekosten bei mehr als 60.000 Euro“, rechneten die Autoren des Reports vor. © hil/aerzteblatt.de

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