NewsAuslandEU-Kommission will europäische Patientenakte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

EU-Kommission will europäische Patientenakte

Mittwoch, 6. Februar 2019

/angellodeco, stockadobecom

Brüssel – Patienten sollen bei medizinischen Notfällen nach dem Willen der EU-Kommission auch im europäischen Ausland möglichst bald Zugriff auf Gesundheits­daten haben. Die Brüsseler Behörde empfahl den EU-Staaten heute den Aufbau eines Systems zum grenzübergreifenden Zugriff auf Patientenakten. Das soll Behandlungs­fehler verhindern und Doppeluntersuchungen vermeiden. Erklärtes Ziel ist die Europäische Patientenakte (European Electronic Health Records).

In einigen EU-Staaten können Patienten schon heute selbst Röntgenbilder oder Arztbriefe einsehen oder dies Ärzten ermöglichen, wie Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip sagte. Auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit habe bereits begonnen. So könnten seit Ende Januar finnische Staatsbürger in Estland elektronische Rezepte einlösen. Luxemburgische Ärzte könnten bald digital in tschechische Krankenakten Einblick nehmen.

Anzeige

Die offizielle Empfehlung der EU-Kommission lautet, die Kooperation auszubauen und gemeinsame technische Standards zu erarbeiten. Angestoßen wurde ein formaler Koordinierungsprozess, bei dem auch Vertreter der Patienten und der Gesundheits­branche gehört werden.

Deutschland kommt beim digitalen Zugang und dem Aufbau einer elektronischen Patientenakte nur schleppend voran. Der Start der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) als Grundlage für eine elektronische Patientenakte hatte sich zuletzt immer wieder verzögert.

Brüssel ist bei der Gesundheitsversorgung nicht zuständig, das fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten. © dpa/may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Februar 2019
Berlin – Durch Algorithmen herbeigeführte Entscheidungen müssen gerichtlich überprüfbar sein. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des Diskussionspapiers „Mensch, Maschine, Moral – digitale Ethik,
Digitale Ethik: Verpflichtender Einsatz KI-basierter Systeme in der Medizin
14. Februar 2019
Berlin – Bis zum Jahr 2021 sollen alle Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen. Die in einem Änderungsantrag zum Terminservice- und
„Ohne Interoperabilität wird die ePA ihr Potenzial nicht entfalten können“
13. Februar 2019
Berlin – Die Pläne des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums, die Mehrheitsanteile an der gematik zu übernehmen, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben, haben Sachverständige und Verbände
Anhörung zum Terminservicegesetz: Umstrukturierung der gematik in der Kritik
13. Februar 2019
Erlangen – Der „Atlas of Ophthalmology“ ist eine umfangreiche webbasierte Referenzbilderdatenbank vorwiegend für Ärzte und Medizinstudierende, aber auch für Laien, die das gesamte augenärztliche
Augenheilkunde: Kommentierte Bilderdatenbank
12. Februar 2019
Berlin – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) will sich bei der digitalen Transformation des Gesundheitswesens aktiv einbringen und eine „Positionsbestimmung“ als wissenschaftliche
Diabetespatienten profitieren erheblich vom digitalen Fortschritt
11. Februar 2019
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht die digitale Medizin zunehmend als ein zentrales Thema der Fachgesellschaft an. In ihrem Positionspapier „Perspektiven 2025“, das dem
Digitale Medizin als zentrales Thema der Internisten
8. Februar 2019
Freiburg – Der neue Chef der Universitätsklinik Freiburg, Frederik Wenz, mahnt im Blick auf die Digitalisierung im Gesundheitsbereich zu äußerster Sorgfalt. „Datenschutz und Datensicherheit haben
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER