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Medizin

MitraClip in Deutschland erfolgreich

Donnerstag, 7. Februar 2019

/dpa

Mainz – In Deutschland werden immer mehr Patienten mit einem MitraClip versorgt. Die Zahl der nichtoperativen Behandlungen der Mitralklappeninsuffizienz hat sich laut einer Analyse in EuroIntervention (2019; doi: 10.4244/EIJ-D-18-00961) innerhalb weniger Jahre verfünffacht. Obwohl immer ältere Patienten behandelt werden, haben sich die Ergebnisse nicht verschlechtert.

Die Mitralklappeninsuffizienz ist in Europa und den USA die häufigste Herzklappen­erkrankung. Etwa 10 % aller Menschen über 75 Jahre sind davon betroffen. Bis vor wenigen Jahren gab es für die meisten Patienten kaum Behandlungsoptionen, da sie für eine Operation am offenen Herzen zu alt oder gebrechlich sind. Dies hat sich durch die Entwicklung der Transkatheter-Mitralklappenintervention (TRAMI oder „MitraClip“) verändert.

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Laut einer Analyse des deutschen TRAMI-Registers, die Ralph Stephan von Bardeleben von der Abteilung für Interventionelle Klappentherapie von der Universitätsmedizin Mainz und Mitarbeiter vorstellen, sind die jährlichen Implantationszahlen von 815 im Jahr 2011 um mehr als das 5-Fache auf 4.432 im Jahr 2015 gestiegen. Die Patienten waren meist zwischen 70 und 89 Jahren alt, wobei sie laut der Auswertung im Durchschnitt immer älter wurden.

Die Komplikationsrate hat sich trotz der mit steigendem Alter erhöhten Gebrechlichkeit der Patienten nicht signifikant verändert. Wichtige prognostische Faktoren für ein Versterben im Krankenhaus waren eine Herzinsuffizienz (Odds Ratio OR 1,91), die Transfusion von Blutkonserven aufgrund von Blutungskomplikationen  (OR 9,04), ein Schlaganfall (OR 19,52), eine Lungenembolie (OR 7,61) eine perikardiale Tamponade (OR 14,08) oder ein Perikarderguss (OR 2,59).

Die TRAMI hat sich laut von Bardeleben in nur 10 Jahren von einer Nischenbehandlung inoperabler Patienten zu einer relevanten und sicheren Therapieoption entwickelt.

© rme/aerzteblatt.de

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