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Ausland

Tote bei Masernausbruch auf Philippinen

Donnerstag, 7. Februar 2019

/dpa

Manila – Auf den Philippinen haben durch einen neuen Masernausbruch mindestens 25 Menschen seit Januar ihr Leben verloren. Der Großteil der Opfer sind Kinder, wie die Behörden heute mitteilten. Die Zahl der Toten dürfte demnach weiter steigen. Während der ersten acht Monate des vergangenen Jahres waren in dem Land 30 Menschen an Masern gestorben, im Jahr 2017 nur fünf.

Gesundheitsstaatssekretär Eric Domingo erklärte die deutliche Zunahme der Zahl der Maserntoten heute mit einem Rückgang der Impfungen während der vergangenen fünf Jahre. Zur Impfabneigung beigetragen habe zuletzt der Skandal um einen Impfstoff gegen das Denguefieber namens Dengvaxia, sagte Domingo vor Journalisten.

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Der Skandal geht zurück auf Ende des Jahres 2017. Zuvor hatten die philippinischen Behörden rund 837.000 Schüler mit Dengvaxia geimpft. Der Hersteller des Impfstoffs, der französische Pharmakonzern Sanofi, sorgte dann aber für Panik mit einer Warnung vor schweren Nebenwirkungen für Menschen, die noch nicht an Denguefieber erkrankt waren. Sanofi stellte zwar klar, dass Dengvaxia sicher sei. Die Behörden stoppten dennoch die Impfkampagne. Das versetzte zahllose Eltern in Angst um die Gesundheit ihrer Kinder, wenn diese geimpft werden sollten. Das hatte offenbar auch Auswirkungen auf die Masernimpfungen im Land.

In der Folge stieg die Zahl der registrierten Masernfälle von 791 (2017) auf 5.120 im vergangenen Jahr. In diesem Jahr wurden bereits 1.813 Fälle festgestellt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden grassiert die Krankheit sowohl im Großraum Manila als auch in anderen Provinzen. Allein in der Hauptstadtregion wurden seit Beginn des Jahres mehr als 440 Fälle gemeldet. Das San-Lorenzo-Krankenhaus in der philippinischen Hauptstadt Manila meldete allein 50 Tote und 1.500 Erkrankte im Januar. Diese Zahlen wurden bislang nicht vom Ge­sund­heits­mi­nis­terium bestätigt.

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Francisco Duque appellierte an die Eltern in den betroffenen Regionen, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. „Dies ist eine effektive und sichere Methode, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.“

Weltweit war die Zahl der Masernansteckungen zuletzt deutlich gestiegen. Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) wurden 2017 rund 30 Prozent mehr Ansteckungen gemeldet als im Vorjahr. Ein Grund dafür sei fehlender Impfschutz bei Kindern. Der WHO zufolge starben 2017 weltweit etwa 110.000 Menschen daran, vor allem Kinder. Ursprüngliches Ziel war es, die Masern bis 2020 auszurotten. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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