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Ärzteschaft

Augen­screening per Smartphone möglich

Donnerstag, 7. Februar 2019

/Nada Sertic, stockadobecom

München – Das Smartphone könnte in Zukunft augenärztliche Untersuchungen ermöglichen. Das ist das Ergebnis einer von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) geförderten Pilotstudie in Indien.

Dafür haben Bonner Wissenschaftler den Augenhintergrund von Diabetespatienten mithilfe eines speziellen Smartphoneadapters untersucht und bei jedem fünften Patienten Anzeichen einer diabetischen Retinopathie gefunden. Die Augenerkrankung kommt bei Menschen mit Diabetes häufig vor und kann unbehandelt zur Erblindung führen.

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„Smartphones sind heutzutage allgegenwärtig, und die Kameras vieler Geräte sind so gut, dass sie sich prinzipiell für die medizinische Bildgebung eignen“, erklärte Studienleiter Maximilian Wintergerst.

Vor allem Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern könnten künftig von dem smartphonebasierten Untersuchungs­gerät profitieren. Aber auch in deutschen Pflegeheimen oder ländlichen Regionen sei der Einsatz der modifizierten Handykamera denkbar.

„Der große Vorteil dieser Methode sind die geringen Anschaffungskosten und die hohe Mobilität“, erklärte Wintergerst. Die Smartphoneaufnahmen reichten qualitativ zwar nicht an die konventioneller Geräte in einer Augenarztpraxis heran, böten für Menschen in medizinisch unterversorgten Regionen aber „eine leicht zugängliche, erschwingliche Alternative“, so der Experte.

Ideal wäre aus seiner Sicht die Kombination mit Tele­medizin, sodass die Aufnahmen von ärztlichem Hilfspersonal angefertigt und per Mausklick zur ärztlichen Beurteilung an eine Augenklinik übermittelt werden könnten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #88767
fjmvw
am Freitag, 8. Februar 2019, 15:47

.... das werden viele Ärzte nicht wahrhaben wollen, dass eine App

etwas leisten kann, was sie bisher ausschließlich im Kompetenzbereich von Ärzten gesehen haben.

Dass Apps helfen/unterstützen können und werden, ist für mich sonnenklar. Da die App nur Vorab-Infos liefert, die eigentliche Behandlung erfordert immer noch einen Arzt, stellt sie aus meiner Sicht auch keinerlei Bedrohung für die Ärzteschaft dar.

Ganz im Gegenteil. Je mehr Erkrankungen (weltweit) früher / besser / rechtzeitiger diagnostiziert werden können, desto höher ist der Behandlungsbedarf durch Ärzte. Technischer Fortschritt schafft mehr zusätzlichen Behandlungsbedarf, als er beseitigt.
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