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Ärzteschaft

Strukturfonds im Rheinland erfolgreich gestartet

Donnerstag, 7. Februar 2019

/snapshot, stockadobecom

Düsseldorf – Der seit Ende 2018 bestehende Strukturfonds, ein Förderprogramm der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) für schlecht versorgte Regionen, zeigt erste Wirkung. „Bereits wenige Tage nach Bekanntwerden des Programms Ende 2018 gingen die ersten Anträge von Ärzten auf Förderung einer hausärztlichen Tätigkeit bei uns ein“, sagte der KVNO-Vorsitzende Frank Bergmann.

Der KV zufolge konnten bereits in 14 Fällen positive Bescheide an die jeweiligen Förderkandidaten im Rheinland verschickt werden. Gewährt wurden demnach Zuschüsse für Investitionskosten in Höhe von jeweils bis zu 70.000 Euro. Die Mittel sollen Medizinern, derzeit vor allem Hausärzten, den Einstieg in die ambulante Tätigkeit erleichtern. Besonders gefragt war dabei die Förderregion Bedburg im Rhein-Erft-Kreis, auf die vier Anträge entfielen. Weitere Anträge von Ärzten gab es unter anderem in Gummersbach, Heinsberg und Wermelskirchen.

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„Wir freuen uns nicht nur über die hohe Zahl der Anträge, sondern auch darüber, dass die Geförderten mehrheitlich volle Zulassungen aufnehmen, also einen umfänglichen vertragsärztlichen Versorgungsauftrag ausfüllen werden“, sagte Carsten König, stellvertretender KVNO-Vorsitzender.

Positiv sei ebenfalls, dass es sowohl Anträge von gerade neu niedergelassenen Kollegen gebe als auch von etablierten Praxen zur Förderung von Anstellungs­verhältnissen. „Damit gehen wir auf die Präferenzen vieler jüngerer Medizinerinnen und Mediziner ein, die – vielleicht nur für den Anfang – als Angestellte in die vertragsärztliche Tätigkeit einsteigen wollen", sagte König.

Zum Jahresbeginn hat die KV Nordrhein auch die Liste der Fördergebiete des Strukturfonds aktualisiert. Der Bereich Bedburg ist mit Blick auf die dort bereits genehmigten Förderungen nicht mehr dabei. „Hier konnten wir sowohl den Versorgungsgrad als auch die Altersstruktur der niedergelassenen Hausärzte durch unser Unterstützungsangebot verbessern und die vertragsärztliche Versorgung vor Ort wirksam stärken“, sagte Bergmann.

Durch den Entfall Bedburgs umfasst die Liste der Fördergebiete in Nordrhein aktuell 18 Regionen: Kleve, Emmerich am Rhein, Goch, Xanten, Kevelaer, Geldern, Voerde, Tönisvorst, Viersen, Willich, Kaarst, Wülfrath, Heinsberg, Wermels­kirchen, Gummersbach, Waldbröl, Niederkassel und Hennef. In diesen Bereichen stellt die KV Mittel in Höhe von bis zu 70.000 Euro für eine Neugründung oder Übernahme einer hausärztlichen Praxis sowie die Anstellung von Hausärzten bereit.

Auch die Eröffnung einer hausärztlichen Zweigpraxis kann mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Ausschlaggebend für die Auswahl der Fördergebiete ist eine Analyse der aktuellen Versorgungsgrade, der Altersstruktur der vor Ort tätigen Hausärzte sowie der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung. Die nächste Aktualisierung erfolgt regulär Mitte 2019.

Der Katalog der Förderinstrumente soll über die derzeit angebotenen Investitions­kostenzuschüsse und Hospitationsförderungen hinaus in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. So ist als nächster Schritt die Förderung von Famulaturen von Medizinstudierenden in Praxen niedergelassener Ärzte in Nordrhein geplant. © may/EB/aerzteblatt.de

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