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Politik

Mecklenburg-Vor­pommern will Ausbildung vietnamesischer Pflegefachkräfte unterstützen

Donnerstag, 7. Februar 2019

/dpa

Schwerin – Um den Fachkräftemangel in der Kranken- und Altenpflege zu mildern, will das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern die Ausbildung von zunächst maximal 50 vietnamesischen Fachkräften finanziell unterstützen.

Vorgesehen sei, Krankenhäuser ab 2020 bei der Gewinnung von bis zu zehn Fachkräften sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen von jeweils bis zu 20 Fachkräften zu unterstützen, teilte das Ministerium heute mit.

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Pro Auszubildenden betrage der einmalige staatliche Zuschuss für Krankenhäuser bis zu 2.000 Euro und für ambulante beziehungsweise stationäre Pflegeeinrichtungen bis zu 8.000 Euro. Maximal stünden 400.000 Euro für die Förderung zur Verfügung.

Hintergrund der Aktion ist die stetig steigende Zahl von Pflegebedürftigen. Das Ministerium zitierte eine Studie des Instituts für Community Medicine der Universi­tätsmedizin Greifswald, nach der im Jahr 2030 etwa 93.000 Pflegebedürftige versorgt werden müssen. 2015 waren es noch knapp 80. 000. Daraus ergebe sich zunächst ein zusätzlicher Personalbedarf von rund 2.900 Pflegefachkräften in Kliniken sowie in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Pflegevorstand der Universitätsmedizin Rostock, Annett Laban, bezeichnete die Initiative als positiv und kündigte an, dass sich die Klinik um eine Förderung bemühen werde. „Für einen ersten Aufschlag ist das toll.“ Die Zahl von 50 Vietnamesen sei jedoch zu gering, sie hoffe auf eine Ausweitung. An der Rostocker Unimedizin werden schon seit vergangenen Sommer über ein anderes Projekt 20 Vietnamesen ausgebildet. Das Pilotprojekt nehme einen erfolgreichen Verlauf, sagte Laban. © dpa/aerzteblatt.de

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