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Politik

Spahn für weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten

Montag, 11. Februar 2019

/dpa

Hamburg – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich im Kampf gegen Krebs für ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten ausgesprochen. „Die Zahlen sprechen für sich: Ein Fünftel aller neuen Krebserkrankungen lassen sich allein aufs Rauchen zurückführen“, sagte Spahn dem Spiegel. Als Ge­sund­heits­mi­nis­ter unterstütze er deshalb Vorschläge, die Tabakwerbung weiter einzuschränken.

Spahn sagte, vor allem junge Menschen müssten überzeugt werden, „dass Rauchen überhaupt nicht cool, sondern sehr schädlich ist“. Dem Spiegel zufolge führen Fachpolitiker der Union derzeit Gespräche, um einen Kompromiss für ein Werbeverbot zu finden. Denkbar wäre es dem Bericht zufolge, neuartige Verdampfer von dem Verbot auszunehmen.

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In der abgelaufenen Legislaturperiode hatte sich das Kabinett auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der Tabakwerbung ab dem Jahr 2020 an Außenflächen verbieten sollte. Das Gesetz wurde nie beschlossen. Eine neue Festlegung auf ein Verbot ließ die Unionsfraktionsspitze aus einem Entwurf des Koalitionsvertrags für die aktuelle Legislaturperiode streichen.

Die Grünen betonten, der Ge­sund­heits­mi­nis­ter müsste eigentlich der Erste sein, der sich für ein Ende der Tabakwerbung einsetzt. „Dass Spahn der Letzte ist, der sich dazu bekennt, zeigt, dass er sich nicht mit der einflussreichen Tabaklobby anlegen will“, sagte Kirsten Kappert-Gonther, Grünen-Sprecherin für Gesund­heits­förder­ung.

Spahn appelliere an die Jugendlichen, statt der Industrie klare Vorgaben zu machen. Die Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten richte sich häufig gezielt an Jugendliche. „Damit muss endlich Schluss sein“, sagte Kappert-Gonther. Wenn die Bundesregierung das WHO-Abkommen einhalten wolle, müsse das klare Aus für die Tabak- und Nikotinwerbung endlich kommen. © afp/may/aerzteblatt.de

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