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Digitale Medizin als zentrales Thema der Internisten

Montag, 11. Februar 2019

/nito, stockadobecom

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sieht die digitale Medizin zunehmend als ein zentrales Thema der Fachgesellschaft an. In ihrem Positionspapier „Perspektiven 2025“, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, skizziert die DGIM unter anderem wesentliche Trends und Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen und Aufgaben.

Im Krankenhaus etwa werden laut DGIM zunehmend auf künstlicher Intelligenz basierende Algorithmen bei der Diagnose und Therapie zum Einsatz kommen. „Die Erhebung von bildgebenden und pathologischen Befunden wird durch Experten­systeme unterstützt werden und von uns eine begleitende Diskussion über die Rolle des Arztes in Diagnose- und Indikationsstellung einfordern“, heißt es in dem Papier. Zudem werde in Forschung und Klinik die Analyse von großen Datenmengen aus riesigen Patientenkohorten, Genomen, Proteomen zunehmend eine Rolle spielen.

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Aus Sicht der Fachgesellschaft ist das nicht ohne Risiken.  „Viele Probleme liegen in Fragen der Datenqualität, des Datenschutzes bis hin zur Datensicherheit.“ Auch der Wettstreit um die Entscheidungshoheit in Fragen der Digitalisierung zwischen Medizin, Politik und Industrie „braucht unsere Aufmerksamkeit“.

Task Force „mobile health“

Einen Schwerpunkt sieht die DGIM in der Erarbeitung von Qualitätskriterien für die Bewertung von gesundheitsbezogenen Smartphone-Apps. Sie hat daher zusätzlich zur Kommission „Digitale Medizin“ eine Task Force „mobile health gestartet. Diese hat gemeinsam mit Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover einen Algorithmus zur „semi-automatischen retrospektiven AppStore-Analyse entwickelt, der eine Auswahl von Gesundheits-Apps für eine weitergehende Evaluation ermöglichen soll.

Als Fachgesellschaft will sich die DGIM zudem gezielt mit innovativen mobilen Gesundheitsdiensten befassen und neue Methoden entwickeln, den Wirksamkeits­nachweis für neue Techniken zu erbringen.

Zu den Aktivitäten in diesem Kontext gehört auch, dass die Fachgesellschaft die erste DGIM-Professur für digitale Medizin in Göttingen für fünf Jahre finanzieren wird. Geplant ist außerdem, einen Medienpreis für „digitale Medizin auszuschreiben, der beim Kongress 2020 verliehen werden soll. In diesem Jahr stellt die digitale Medizin auch das Leitthema des lnternistenkongresses Anfang Mai in Wiesbaden dar. © KBr/aerzteblatt.de

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