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Berufsverbände warnen vor Kürzungen bei ärztlichen Diagnostikfächern

Montag, 11. Februar 2019

/Countrypixel, stockadobecom

Berlin – Vor Kürzungen bei technischen diagnostischen Leistungen warnt der Dachverband Ärztlicher Diagnostikfächer (DVÄD) – ein Zusammenschluss der Berufsverbände der Fachgebiete Radiologie, Pathologie, Labormedizin, Mikrobiologie und Nuklearmedizin. Der Verband hat dazu vor der zweiten Anhörung des Termin­service- und Versorgungsgesetzes (TSVG) einen Brief an den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages gesendet. 

Die Berufsverbände warnen darin vor einer Aufwertung der sprechenden Medizin auf Kosten der technischen Diagnostik. „In der Realität der ländlichen Räume sind weitere Kürzungen gerade bei den fünf diagnostischen Fachgebieten Radiologie, Pathologie, Labormedizin, Mikrobiologie und Nuklearmedizin patientenfeindlich und stellen eine Gefährdung der flächendeckenden wohnortnahen Versorgung dar“, schreibt der DVÄD.

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Auch Hausärzte in abgelegenen Regionen erwarteten, dass ihnen die technische Diagnostik für die Versorgung zur Verfügung stünde. Der Dachverband betonte, eine medizinische Versorgung auf dem aktuellen Leistungsstand sei nur aufrechtzuerhalten, wenn ärztliche Fachgruppen nicht gegeneinander ausgespielt würden.

Diagnostik unter Einsatz aufwendiger technischer Verfahren dürfe nicht als „Rationalisierungsreserve“ verstanden werden, heißt es in dem Brief. „Bitte beachten Sie auch, dass wir streng zuweisungsgebunden arbeiten, das heißt nur auf Überweisung von Haus- und Fachärzten tätig werden dürfen, in deren Händen weiterhin die Verantwortlichkeit für das diagnostische Leistungsgeschehen liegt“, erinnert der DVÄD. 

Hintergrund sind Ankündigungen des Gesetzgebers, „Rationalisierungsreserven“ bei technischen Leistungen für die Aufwertung der sprechenden Medizin zu nutzen und so einer Landflucht vor allem von Hausärzten entgegenzuwirken. © hil/aerzteblatt.de

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