NewsPolitikAfD will Obdachlose in Flüchtlingsheimen unterbringen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

AfD will Obdachlose in Flüchtlingsheimen unterbringen

Montag, 11. Februar 2019

/dpa

Berlin – Die AfD möchte den Leerstand in Flüchtlingsunterkünften nutzen, um Obdachlosen mehr Schlafplätze zur Verfügung zu stellen. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion am kommenden Donnerstag im Bundestag präsentieren.

Er sieht vor, dass „bei andauernder Unterbelegung und Bedarf“ ein Fünftel der Kapazität in Gemeinschafts­unterkünften kostenlos für Obdachlose bereitgestellt werden soll. Auch Wohnungen und Hotelzimmer, die für die Unterbringung von Asylbewerbern langfristig angemietet worden seien, sollten spätestens nach zwei Monaten Leerstand an „bedürftige Wohnungslose“ vergeben werden.

Anzeige

Die Linksfraktion will dagegen normale Wohnungen für die Obdachlosen. In einem Antrag, der ebenfalls am kommenden Donnerstag im Bundestag debattiert wird, nimmt sie sich Nordeuropa zum Vorbild: In Finnland und Dänemark würden Wohnungen gezielt für Wohnungslose geschaffen oder gekauft.

Auch in Berlin gibt es ein entsprechendes Modellprojekt. Im Unterschied zu anderen Programmen müssen Obdachlose für diese Wohnungen nicht auf Alkohol und andere Substanzen verzichten, können aber Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Der Ansatz basiert darauf, dass sie als erstes eine stabile Unterkunft brauchen und andere Probleme erst danach angegangen werden sollten.

Die Linken wollen außerdem verhindern, dass Menschen überhaupt ihre Wohnung verlieren. Unter anderem sollen Zwangsräumungen gesetzlich ausgeschlossen werden, wenn die Bewohner dadurch obdachlos werden. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Mai 2020
Berlin − Berlin hat gestern eine Quarantänestation für Obdachlose eröffnet. Die Einrichtung auf dem Gelände der Stadtmission in Berlin-Mitte kann bis zu 16 Menschen aufnehmen, die mit dem
Obdachlose mit Coronavirus: Berlin eröffnet Quarantänestation
17. April 2020
Berlin – Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung können sich in der Coronakrise kostenfrei beim Hausarzt behandeln lassen. Die Mittel dafür stellt der Berliner Senat, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit
Menschen ohne Kran­ken­ver­siche­rung: Berlin bezahlt Behandlung beim Hausarzt
8. April 2020
Berlin – Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe leben rund 41.000 Menschen bundesweit auf der Straße. In Zeiten der COVID-19-Pandemie berichten Hilfsorganisationen und
„Obdachlosen Menschen wird in Zeiten der COVID-19-Pandemie die Lebensgrundlage entzogen“
6. April 2020
Berlin − Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor einer besonderen Gefahr für Obdachlose durch die Corona-Pandemie gewarnt. „Derzeit bieten viele Wohnungslosenhilfen keine
Verbände weisen auf Probleme für Obdachlose in Coronazeiten hin
14. Februar 2020
Berlin – Der Bund kann sich künftig systematisch einen Überblick über das Ausmaß der Wohnungslosigkeit in Deutschland verschaffen. Der Bundesrat billigte heute ein Gesetz, mit dem erstmals bundesweit
Bund kann sich Überblick über Wohnungslosigkeit verschaffen
7. Februar 2020
Berlin – In Berlin sind bei der bundesweit ersten systematischen Obdachlosenzählung 1.976 Menschen gezählt worden – deutlich weniger als bisher angenommen. Davon seien gut 800 Menschen auf Straßen
1.976 Obdachlose in Berlin gezählt
29. Januar 2020
Berlin – Zum ersten Mal werden in einer großangelegten und systematischen Aktion Obdachlose in einer deutschen Großstadt gezählt. Heute laufen zwischen 22 Uhr und 1 Uhr freiwillige Helfer auf
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER