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Roche Deutschland zufrieden mit Jahresergebnis

Dienstag, 12. Februar 2019

/dpa

Mannheim – Trotz eines Umsatzrückgangs von 0,8 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro ist Roche Deutschland mit dem Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr zufrieden. Ein Grund für das insgesamt stabile Umsatzniveau sind dem Unternehmen zufolge neue Wirkstoffe und Indikationserweiterungen bei vorhandenen Arzneimitteln.

In der Arzneimittelsparte bleibt die Onkologie mit einen Umsatzanteil von 76 Prozent Hauptgeschäftsfeld von Roche. Das Unternehmen engagiert sich aber auch mit Wirkstoffen gegen Multiple Sklerose und Hämophilie und anderen Indikationen außerhalb der Onkologie. 

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Die Forschungsschwerpunkte des Unternehmens liegen neben der Onkologie unter anderem in der Neurologie sowie bei Entzündungs- und Infektionskrankheiten. So hat das Unternehmen 2018 nach eigenen Angaben weltweit rund 9,6 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

Diagnostika

Die Diagnostics-Vertriebsgesellschaft von Roche in Deutschland hat den Umsatz 2018 auf 587 Millionen Euro gesteigert. Insgesamt wuchs das Geschäft mit Systemen und Reagenzien für den In-vitro-Diagnostik-Markt (IVD-Markt) um 1,7 Prozent zum Vorjahr. „In einem insgesamt rückläufigen Markt konnten wir weiter wachsen und unseren Marktanteil im sechsten Jahr in Folge ausbauen“, betonte Christian Paetzke, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland GmbH.

Diabetes-Versorgung

Auch im Geschäftsfeld „Diabetes Care“ sieht sich Roche auf einem guten Weg: Im Kerngeschäft der Teststreifen konnte Roche Diabetes Care seinen Anteil als Marktführer auf 37,1 Prozent ausbauen. Insgesamt schrumpft aber der Teststreifenmarkt im dritten Jahr in Folge (mit 7,1 Prozent). Grund hierfür ist laut dem Unternehmen die steigende Verbreitung von Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). In diesem Markt ist Roche Diabetes Care ebenfalls vertreten. 

Ein zentraler Trend bei der Diabetestherapie ist dem Unternehmen zufolge die Digitali­sierung. Im Fokus stehe die Frage, wie die erhobenen Daten der Patienten optimal genutzt werden. „Hier braucht es Plattformen, die alle relevanten Informationen sammeln und miteinander vernetzen“, hieß es aus dem Unternehmen.

Roche Diabetes Care baue daher seine Praxissoftware für Ärzte weiter aus. Außerdem hat das Unternehmen für die Patientenseite schon 2017 die App „mySugr“ aquiriert, für die im vergangenen Jahr die Konnektivität mit Systemen von Roche Diabetes Care und anderen Anbietern ausgebaut wurde. Das Unternehmen kündigte an, weitere Systeme auch anderer Anbieter zu integrieren und die Digitalisierung in der Diabetestherapie vorantreiben zu wollen.  

2018 hat die Roche-Gruppe nach eigenen Angaben rund 477 Millionen Euro für den Neu- und Ausbau von Produktionsanlagen, Technologien und in Infrastruktur­maßnahmen in Deutschland aufgewendet. In Mannheim schloss Roche 2018 den Ausbau des Werks mit insgesamt fünf Großprojekten und einem Volumen von über 400 Millionen Euro ab. Deutschlandweit wurden über 300 neue Stellen geschaffen, vorwiegend in Entwicklung und Produktion im Bereich Diagnostik. „Es ist großartig mitzuerleben, wie sich die deutschen Standorte in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickeln. Mit hohen Investitionen, hochautomatisierten Produktionsprozessen in Diagnostik und Pharma und der Kompetenz der Mitarbeiter sind wir bestens gerüstet, um flexibel auf Produktionsnachfragen des Konzerns zu reagieren“, sagte Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH.  

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2018 weltweit rund 94.000 Mitarbeiter. © hil/aerzteblatt.de

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