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Hochschulen

Streik an Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen

Dienstag, 12. Februar 2019

/dpa

Köln – Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben heute Mitarbeiter mehrerer Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen (NRW) zur Warnung gestreikt. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich an der Uniklinik Köln etwa 700, in Düsseldorf 500, in Bonn 250 und in Essen ebenfalls 250 Mitarbeiter. In Landesbehörden, Universitäten und Hochschulen hätten insgesamt auch nochmal mehrere Hundert mitgemacht.

Lebensnotwendige Operationen fanden an allen Universitätskliniken weiter statt. In Köln konnte aber nur rund ein Viertel der geplanten Operationen durchgeführt werden, wie die Uniklinik mitteilte. In Düsseldorf schloss die Gesichtschirurgie, wie Verdi-Sprecherin Stephanie Pfeifer berichtete. Und: „Es gab nur vegetarische Suppe.“

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Die Uniklinik Essen meldete: „Wir haben OP-Säle schließen müssen. Nicht dringend notwendige Operationen wurden deshalb abgesagt.“ Der Chef der Uniklinik Bonn, Wolfgang Holzgreve, teilte mit: „Wir stimmen mit den Personalvertretungen und den Gewerkschaften überein, dass adäquate Gehaltserhöhungen vereinbart werden müssen.“

In Köln demonstrierte Verdi gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Bezahlung rauf, Belastung runter“, stand dort auf einem der Plakate.

Mit den Aktionen in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wollten die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen. Verdi-Sprecherin Henrike Eickholt aus Essen sagte, wenn nötig könne man das nächste Mal „noch 'ne Schippe drauflegen“. © dpa/aerzteblatt.de

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