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HNO-Ärzte und Hörgeräteakustiker warnen vor selbsternannten Wunderheilern im Internet

Mittwoch, 13. Februar 2019

/familylifestyle, stockadobecom

Frankfurt am Main/Berlin – Vor selbsternannten Wunderheilern, die ihre Angebote im Internet vertreiben, warnt der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und nennt in diesem Zusammenhang der Vertreiber des angeblichen Wundermittels „Nutresin Herbapure Ear“. Neben der bewussten Täuschung schwerhöriger Menschen würden wirksame Therapien wie die Hörgeräteversorgung in Verruf gebracht, kritisiert der Verband.

„Der Vertreiber nutzt irreführende und damit illegale Werbemethoden, um den Verbraucher zu täuschen“, kommentierte Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI, die Anzeigenkampagne. Wie Testkäufe belegten, erwerben Käufer nicht nur das Produkt, sondern träten automatisch einem „Rabattclub“ bei. Erst im Kleingedruckten auf der Packung werde eingeräumt, dass es sich bei dem Produkt lediglich um ein gegen Hörverlust wirkungsloses Pflegeöl handle.

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„Eine Selbsttherapie mit vermeintlichen Wundermitteln ohne ärztliche Konsultation kann dringend benötigte Therapien verzögern oder sogar verhindern“, warnt Zimmer. Ein fiktiver Wissenschaftler verspreche beispielsweise bei der Bewerbung des Produktes, dass dieses Mittel geschädigte Haarsinneszellen wiederherstellen könne. „Sowohl die Ursachen als auch die Behandlungsformen einer Hörminderung müssen individuell festgestellt werden. Die richtige Therapieform legt der behandelnde HNO-Arzt nach einer eingehenden Untersuchung fest“, betonte Zimmer.

„Wir raten grundsätzlich davon ab, Arzneimittel oder sonstige Präparate mit angeblich heilender Wirkung ohne die vorherige Konsultation eines Arztes auf eigene Faust im Internet zu bestellen. Bei Hörverlust sollten sich die Patienten immer zuerst an einen HNO-Arzt wenden“, betont auch der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes. © hil/aerzteblatt.de

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