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Universität Bamberg untersucht Schmerzempfinden bei Menschen mit Demenz

Mittwoch, 13. Februar 2019

/dpa

Bamberg/München – Wissenschaftler der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter­suchen das Schmerzempfinden bei Menschen mit einer Demenzerkrankung. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt „Schmerz und Alltagspraxis bei Menschen mit Demenz“ im Rahmen der sogenannten Bayerischen Demenzstrategie mit rund 143.000 Euro.

„Demenzkranke sind oft nicht mehr in der Lage, über ihre Schmerzen zu berichten. Deshalb werden bei diesen Patienten Schmerzen häufig nicht mehr ausreichend erkannt. Das kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben“, sagte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Ziel des Forschungsprojekts sei, zu erfassen, wie die bereits eingeschränkte Alltagspraxis von Menschen mit Demenz durch Schmerzen noch weiter beeinträchtigt werde – und was dagegen getan werden könne.

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Die vorgesehenen 80 Studienteilnehmer sind älter als 70 Jahre. Untersucht werden sollen jeweils 40 kognitiv gesunde Personen und Menschen mit vaskulärer Demenz, wobei 50 Prozent der Probanden aus jeder Gruppe chronische Schmerzpatienten sein sollen. Für die Studie soll ein sogenanntes Living Lab eingerichtet werden. Dieses Reallabor mit Wohn-, Schlaf- und Küchenbereich wird auch mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet werden, die über Mimik, Stimme, Bewegungen und vegetative Parameter Schmerz erfassen können.

„Wir haben in Bamberg hierfür ideale Bedingungen, weil wir eine anwendungsnahe Informatik mit den neuesten Ansätzen in der künstlichen Intelligenz und Multi­sensorenmessung mit der langjährigen Erfahrung in der Schmerzforschung bei Demenzpatienten verbinden können“, sagte der Projektleiter Stefan Lautenbacher, Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bamberg. © hil/aerzteblatt.de

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