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Ernährungs­medizinische Gesellschaften und Verbände wollen mit einer Stimme sprechen

Mittwoch, 13. Februar 2019

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Berlin – Ein Defizit bei der ernährungsmedizinischen Ausbildung, aber auch bei der Versorgung in Klinik und Praxis, kritisieren der Bundesverband Deutscher Ernährungs­mediziner (BDEM), die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Die drei Gesellschaften haben daher einen Kooperationsvertrag geschlossen, um in den wissenschaftlichen, fortbildungsrelevanten und berufspolitischen Belangen der Ernährungsmedizin enger zusammenzuarbeiten und mit einer Stimme zu sprechen. Ziel ist, gemeinsam die Ernährungsmedizin als Fachgebiet weiterzuentwickeln und dabei insbesondere Forschung, Therapie und Prävention zu fördern.

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„Um Patienten die bestmögliche Behandlung gewährleisten zu können, muss die Ernährungsmedizin in Ausbildung, Klinik und Praxis fest etabliert sein. Wir brauchen mehr Ärzte in der Ernährungsmedizin“, sagte Johann Ockenga, Vizepräsident der DGEM. Er betonte, trotz der Relevanz ernährungsmedizinischer Versorgung bestünden in Deutschland erhebliche Defizite: Zunächst fehle es an Lehrstühlen für Ernährungs­medizin. Zudem werde die ernährungsmedizinische Forschung zu wenig gefördert. Außerdem sei die Ernährungsmedizin in den Ausbildungscurricula von Studierenden und Fachärzten nur ungenügend integriert. „Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, kann es uns gelingen, die Ernährungsmedizin zu stärken“, sagt Ockenga. Die Verbände wollen dabei auch mit den nicht ärztlichen Ernährungsfachkräften verstärkt zusammenarbeiten.

Ein Schwerpunkt des Kooperationsvertrags ist die gemeinsame Fort- und Weiter­bildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal in der Ernährungsmedizin.

Aber auch in gesundheitspolitischen Belangen wollen BDEM, DAEM und DGEM in Zukunft enger zusammenarbeiten: „Gemeinsam werden wir die Interessen des Faches und der Ernährungsmediziner vertreten“, sagte Johannes Georg Wechsler, Präsident des BDEM. Konkret wollen die Verbände das Gespräch mit Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen suchen und eng mit der Bundes­ärzte­kammer, den Landesärzte­kammern und dem Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) kooperieren. „Das Ziel ist eine bedarfsgerechte und flächendeckende ernährungsmedizinische Versorgung“, betonte Wechsler. © hil/aerzteblatt.de

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