NewsÄrzteschaftHebammenverband stellt Geburts­hilfe-Stärkungsgesetz vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hebammenverband stellt Geburts­hilfe-Stärkungsgesetz vor

Donnerstag, 14. Februar 2019

/nasimi, stockadobecom

Berlin – Der Hebammenverband heute dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz überreicht, um die Versorgung in Deutschlands Kreißsälen zu verbessern. Darin fordert der Verband nachhaltige politische Maßnahmen wie ein Hebammen-Sonderstellenprogramm für mehr Personal im Kreißsaal.

„Hebammen brauchen bessere Arbeitsbedingungen. Wir fordern deshalb einen Wandel in der Geburtshilfe und entschiedene politische Maßnahmen", sagte Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Ziel sei die individuelle und sichere Betreuung jeder Frau und ihrer Familie. Dazu müsste der Personalschlüssel von einer Hebammenplanstelle (Vollzeitäquivalent) auf 30 Entbindungen pro Jahr und geburtshilflicher Abteilung angehoben werden.

Anzeige

Um das zu erreichen, schlägt der Verband vor, neue Hebammenstellen sowie Stellen­aufstockungen in geburtshilflichen Abteilungen komplett aus einem Sonderprogramm zu finanzieren. Zudem sollten Kliniken gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Anzahl der Entbindungen zu veröffentlichen, die im Jahr je tatsächlich besetzter Hebammen­stelle in ihren Kreißsälen stattfinden. Schwangere und ihre Familien hätten so die Möglichkeit, Krankenhäuser zu vergleichen und informiert zu entscheiden.

Darüber hinaus empfiehlt der Verband, außerhalb der Kreißsäle die Versorgung durch geburtshilflich-gynäkologische Notdienste oder Hebammen- beziehungsweise Arztportalpraxen sicherzustellen. Krankenhäuser mit geburtshilflichen Abteilungen sollten ferner dazu verpflichtet werden, regelmäßig interprofessionelle Fortbildungen und Notfalltrainings durchzuführen sowie ein anonymes Fehlermeldesystem einzurichten. © hil/sb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Mai 2020
Berlin – In Berlin und Brandenburg lassen sich mehr Frauen zu Hebammen ausbilden. In Berlin befanden sich am 1. November 2019 insgesamt 283 Hebammen in Ausbildung. Das sind 49 mehr als im Jahr zuvor,
Mehr Hebammen in Ausbildung in Berlin und Brandenburg
13. Mai 2020
Wiesbaden – Der Beruf der Hebamme lockt kaum Männer an. Im vergangenen Schuljahr gab es bundesweit nur drei männliche Auszubildende, die Entbindungspfleger werden wollten, wie das Statistische
Mehr Auszubildende im Hebammenberuf, kaum Männer
17. April 2020
Berlin – Der Deutsche Hebammenverband (DHV) und der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) haben eine bundesweite und transparente Ausnahmeregelung für Begleitpersonen im Kreißsaal gefordert. Eine Frau zur
Geburten: Ärzte und Hebammen wollen Ausnahme für Väter
8. April 2020
Karlsruhe – Wie Ärzte und Heilmittelerbringer können auch Hebammen in der Corona-Pandemie Schwangere und Mütter per Videosprechstunde betreuen. Darauf hat der Deutsche Hebammenverband hingewiesen.
COVID-19: Hebammen können Schwangere und Mütter auch online betreuen
24. März 2020
Berlin − Hebammen bieten Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe in der Coronakrise mit Videoschalte an. Bis Mitte Juni könne verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per
Hebammen helfen per Video
28. Februar 2020
Stuttgart – Ein baden-württembergisches Bündnis aus Ärzten, Hebammen und Eltern macht sich für eine umfassende Reform der Geburtshilfe in Deutschland stark. Auf einem nationalen Geburtshilfegipfel
Ärzte, Hebammen und Eltern wollen nationalen Geburtshilfegipfel
25. Februar 2020
Bochum/Düsseldorf – Der Aufbau von Studienmöglichkeiten für angehende Hebammen läuft aus Sicht des Deutschen Hebammenverbands in Nordrhein-Westfalen (NRW) viel zu schleppend. „Das Land hat doch
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER