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Trump ist gesund, aber nun fettleibig

Freitag, 15. Februar 2019

Donald Trump /dpa

Washington – Es gehört zu den Besonderheiten der US-Politik, dass Präsidenten in den Vereinigten Staaten ab und an offenlegen müssen, wie es um ihre Gesundheit bestellt ist. Das ist nicht rechtlich vorgeschrieben, aber zu einer Art Ritual geworden, um das auch Donald Trump nicht herumkommt. Zum zweiten Mal in seiner Amtszeit unterzog sich Trump einem Gesundheitscheck – und die Ergebnisse, die das Weiße Haus am späten Donnerstagnachmittag veröffentlichte, sind nur semierfreulich für ihn.

Statt fünf Kilo herunter, zwei Kilo mehr

Trumps Arzt Sean Conley bescheinigt dem Präsidenten darin zwar, sein Gesundheits­zustand sei insgesamt „sehr gut“. Doch einer der Werte, die in aller Ausführlichkeit mitgeliefert werden, dürfte Trump – und auch seinem Arzt – nicht ganz so gut gefallen: 110,2 Kilogramm bringt der Präsident demnach auf die Waage. Beim Gesundheitscheck Anfang 2018 waren es 108,4 Kilogramm gewesen. Trumps damaliger Leibarzt Ronny Jackson hatte Trump bei dem Gewicht schon zum Abnehmen geraten und ihn zu Diät und Sport verdonnert. Offenbar einigermaßen erfolglos. Ziel war damals laut Jackson, dass Trump gut fünf Kilo verliert. Stattdessen wiegt der Präsident nun knapp zwei Kilo mehr.

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Statitisch gesehen ist der Präsident fettleibig

Mit seiner Körpergröße von 1,90 Meter hat Trump bei der Berechnung des Body-Mass-Index damit ganz knapp die magische Schwelle von 30 überschritten: Er kommt auf einen Wert von 30,4 und gilt damit in der Statistik nicht mehr nur als übergewichtig, sondern als fettleibig.

Ein kleiner Trost: Trumps Blutdruck ist mit 118/80 etwas niedriger als bei der jüngsten Untersuchung (122/74). Auch der Ruhepuls (70) ist passabel. Allerdings muss Trump weiter Cholesterinsenker nehmen.

Für den Check-up musste Trump etwa vier Stunden lang diverse Untersuchungen über sich ergehen lassen. Die Mediziner schauten sich alles an: Augen, Ohren, Zähne, innere Organe, Blut.

Seine geistigen Fähigkeiten ließ Trump diesmal nicht überprüfen. Im Januar 2018 hatte er noch einen Test gemacht, wie er unter anderem zur Früherkennung bei Verdacht auf Demenz und Alzheimer angewandt wird. Bei dem Test muss der Patient etwa gezeichnete Tiere wie einen Löwen oder ein Nashorn erkennen oder einen Würfel nachzeichnen. Dazu kommen Fragen, die auf Konzentrationsfähigkeit und Erinnerungs­vermögen abzielen.

Trump bestand damals mit 30 von 30 Punkten – und hoffte wohl, mit diesem Resultat den Spekulationen über seinen Geisteszustand und den Zweifeln an seiner mentalen Fähigkeit zur Ausübung des Amtes ein Ende zu setzen. Er überzeugte nicht jeden. © dpa/aerzteblatt.de

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