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Politik

Regierungsberaterin für Smartphoneverbot für unter 14-Jährige

Freitag, 15. Februar 2019

/Andrey Popov, stockadobecom

Essen – Eine im Fachbeirat des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung tätige Internetexpertin hat ein Smartphoneverbot für unter 14-jährige Kinder gefordert. „Wie wir Kinder vor Alkohol oder anderen Drogen schützen, sollten wir sie auch vor den Risiken eines zu frühen Smartphonenutzung schützen“, sagte Julia von Weiler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Freitag. „Solange Smartphones und ihre Apps nicht kindersicher sind, müssten wir sie für Kinder unter 14 Jahren verbieten.“

Von Weiler ist auch Geschäftsführerin des Vereins Innocence in Danger. Sie verwies darauf, dass die Zahl der Grundschüler, die Sexvideos und Nacktbilder von Gleich­altrigen verbreiten, steige. „Täter und Opfer werden immer jünger: Wir reden heute schon über Neun- bis Elfjährige, die pornografische Bilder an oder Selbstbe­friedigungsvideos von Gleichaltrigen verbreiten.“

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 „Mit dem Internetzugang über das Smartphone geben wir den Kindern etwas in die Hand, dessen gigantische Folgen sie überhaupt noch nicht abschätzen können“, sagte von Weiler. Sie forderte deshalb, den Jugendschutz entsprechend auszudehnen.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, sagte den Zeitungen, eine gesetzliche Altersbeschränkung wäre „möglicherweise eine schnelle und vermeintlich einfache Lösung“. Dies löse aber nicht das Grundproblem des fehlenden Schutzes im Netz.

Rörig sagte, er wolle darüber diskutieren, was sinnvolle Altersgrenzen für die Nutzung von Smartphones seien. Rörig regte zudem einen „digitalen Führerschein“ für Kinder an, der genauso präventiv wirken könne wie Verkehrsunterricht oder Schwimmunterricht. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 19. Februar 2019, 16:26

@mfvl

"Sicher unschädlich" ist ein beliebig dehnbarer Begriff, dem schon das Leben an sich nicht standhalten kann... "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ist das einzige, was Wissenschaft da bieten kann. Und mit eben dieser ist erst kürzlich wieder eine riesige, teure Studie aus den USA die Unschädlichkeit der "Handystrahlen" bestätigt worden. Mehr Geld muss man da nun wirklich nicht in weitere Forschung investieren!
Sie können sich und Ihren Kindern gern die Handynutzung vorenthalten, wenn sie sich so sicher sind...
Avatar #760655
mfvl
am Dienstag, 19. Februar 2019, 10:21

Gesundheitsgefahr durch Handys und Funkmasten

So lange nicht eindeutig bewiesen ist, dass Elektrosmog (elektromagnetische Wellen) keine Schäden beim Nutzer verursacht - und dieser Beweis wird nicht zu erbringen sein, vielmehr wird sich das Gegenteil offenbaren - ist man gut beraten, sich entwickelnde Kinder vom Handy fernzuhalten, damit die Entwicklung störungsfrei, sofern man das bei der durch Elektrosmog ohnehin verunreinigten Umwelt überhaupt noch sagen kann, verläuft. Ohnehin wird durch das Handy größtenteils nur Schwachsinn verbreitet, der unnötig Lebenszeit kostet und durch den Elektrosmog wahrscheinlich auch die Gesundheit. Sollte ein Handyverbot, wie angesprochen tatsächlich kommen, was mehr als unwahrscheinlich ist, denn man braucht wohl den Elektrosmog, damit die Wirtschaft im Gesundheitswesen floriert, dann wäre die Kontrolle des Verbots eine Herausforderung, die man nur mit drakonischen Strafen arbeitsextensiv durchsetzen könnte, und das gäbe einen Aufschrei hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit im rechtlichen Focus.
Avatar #107994
Adolar
am Freitag, 15. Februar 2019, 22:58

Wer soll das wieder kontrollieren,

und Verstöße "ahnden"??? Geht aus wie die Sache mit dem Handy am Steuer uvam.
Im Übrigen meine ich, daß man das Smartphones bis zum Alter von 28 verbieten sollte, und die asozialen Medien gehören regierungsseitig komplett abgestellt, aus gesundheitlichen, nicht aus politischen Gründen. Da läuft nur unnötiger Quatsch durch den Äther, mit Problemen, wie man sie sich vor paar Jahren überhaupt nicht vorstellen konnte. Man braucht das nicht. Die Rechnungen für die Therapien der Internetjunkies und zahllosen, übermüdeten Leute sollen bitte Facebook und Konsorten übernehmen, sie verdienen sich ja mit Werbung dumm und dämlich.
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