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Gestohlene Medizingeräte in Millionenwert am Flughafen entdeckt

Freitag, 15. Februar 2019

/dpa

Hannover/Bielefeld – Knapp zwei Wochen nach einem Diebstahl hochwertiger Geräte aus Kliniken in Hannover und Bielefeld ist die Beute vom Zoll am Flughafen Frankfurt sichergestellt worden. In Paketen entdeckten Fahnder 40 in Hannover gestohlene Endoskope im Wert von rund 1,2 Millionen Euro sowie weitere in Bielefeld gestohlene Geräte, wie das niedersächsische Landeskriminalamt heute in Hannover mitteilte.

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Die Fahnder gehen von einer vernetzten Tätergruppe aus, die ihre Beute ins Ausland schaffen wollte. Deshalb hatte das Landeskriminalamt Behörden und Unternehmen sensibilisiert. Laut Bundeskriminalamt häufen sich seit 2015 Diebstähle hochwertiger medizinischer Geräte. Der Schaden summiert sich auf mehr als 28 Millionen Euro.

Nach Erkenntnis der Landeskriminalämter und des BKA stecken hinter den Taten international agierende Banden. Sie seien meist auf Geräte aus der Inneren Medizin aus, insbesondere hochwertige Endoskope und Koloskope, die zur Darmspiegelung eingesetzt werden. Ältere Geräte ließen die Täter stehen. Die Apparate landen laut Polizei über Zwischenhändler wieder bei Anbietern in Deutschland und Europa, die sie dann weiterverkaufen.

In Trier waren im vergangenen Jahr Männer verurteilt worden, die medizinische Geräte nach Südamerika gebracht hatten. Dorthin sollten auch die nun sichergestellten Geräte kommen, vermuten die Fahnder.

Bei den Tätern handelt es sich laut Polizei um Gruppen, die arbeitsteilig vorgehen und zu denen teils auch schwangere Frauen gehören. Bevor sie einbrechen, kundschaften sie die Kliniken aus.

Teils werden Notausgänge oder Türen manipuliert oder aufgebrochen, oft ist die Beute nicht gesichert.

Beim Diebstahl der 40 Endoskope in Hannover waren die Täter wohl als Handwerker verkleidet. In Bielefeld-Brackwede schlugen die Täter nach Angaben der Polizei an einem Freitagabend gegen 20 Uhr zu. © dpa/aerzteblatt.de

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