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Schwerhörig­keits-Epidemie: WHO beschließt neue Norm für MP3-Player und andere Audiogeräte

Montag, 18. Februar 2019

/Halfpoint, stockadobecom

Genf/New York – Die Welt­gesund­heits­organi­sation hat zusammen mit der International Telecommunication Union (ITU) eine neue Norm für sogenannte persönliche Audio­geräte wie MP3-Player beschlossen. Hintergrund ist, dass weltweit knapp die Hälfte der Menschen zwischen zwölf und 35 Jahren aufgrund der anhaltenden und übermäßigen Exposition gegenüber lauten Geräuschen, einschließlich Musik, von Hörverlust bedroht seien. Die WHO spricht von rund 1,1 Milliarden „young people at risk“ weltweit. 

„Da wir über das technologische Know-how zur Vorbeugung von Hörverlust verfügen, sollte es nicht so sein, dass so viele junge Menschen beim Musikhören weiterhin ihr Gehör schädigen“, sagt der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die neue WHO-ITU-Norm werde viel dazu beitragen, diese jungen Verbraucher besser zu schützen, betonte er.

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Der neue Standard sieht Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen vor: Optionen zur Begrenzung der Lautstärke, einschließlich automatischer Lautstärkeregelung und elterlicher Lautstärkeregelung. Außerdem setzt die WHO auf Aufklärung: Information und Anleitung sollen die Benutzer über sichere Hörpraktiken informieren. Außerdem soll das Audiogerät ein individuelles Hörprofil erstellen, das auf den Hörgewohnheiten des Benutzers basiert und diesen darüber informiert, wie sicher oder wie gesundheits­gefährdend er gehört hat, und auf der Grundlage dieser Informationen Handlungs­anweisungen gibt.

Der Standard wurde im Rahmen der WHO-Initiative „Make Listening Safe“ entwickelt. Experten der WHO und der ITU haben ihn in einem zweijährigen Prozess zusammen mit Experten aus Politik, Industrie, Verbrauchern und Zivilgesellschaft entwickelt. Die WHO empfiehlt Regierungen und Herstellern, den freiwilligen WHO-ITU-Standard zu übernehmen. © hil/aerzteblatt.de

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